6o I. Abschnitt. Nöthige Vorkenntnisse
tel abgeben. Im eigentlichen Verstände unauflösbareKörper kennen wir jetzt nicht. Allein die Forderungender Alehemiften, ein allgemeines Auslösungsmitreldarzustellen, gehört in das Reich der Unmög-lichkeiten.
§. 69.
Ben allen Auflösungen, welche der Chcmist unter-nimmt, muß er dahin sehen, daß die Gefäße von denKörpern, die sich auflösen, selbst nicht angegriffen wer-den, und die Auflösungen verunreinigen. Die gläsernenGefäße entsprechen dieser Absicht in den allermeisten Fal-len bey Auflösungen auf nassem Wege. Das grüneGlas schickt sich am besten zu Aufösungen, wobei) vielHitze erfordert wird, oder zugegen ist; das weiße, woman die Farven oder sonstige Umstände der Auflösungenbeobachten will. Weiches Glas wird von manchen Auf-lösungsmitteln angegriffen, die sonst auf hartes GlaSnicht wirken. Jenes ist daher in diesen Fällen zu ver-meiden. Uebrigens müssen die gläsernen Gefäße, die indie Hitze kommen, so viel als möglich, gleichförmig dickseyn, keine nnverglaste Körner oder Blasen, zumal imBoden, enthalten, und nur allmählich erwärmt und er-,kältet werden.
§. 70.
Die gebräuchlichsten gläsernen Gefäße zu Auflösun-gen sind die Kolben (cnLurbitae, nimracia); dies sindkugeiförmige Gläser, mit einem kegelförmigen Halse.Man unterscheidet sie in Gcheidckolbcn (c. toparmo-riae), die von einigen Zollen bis zu einem halben Fußim Durchmesser haben; in gemeine Kolben (c. vul-Kgrk>5), die bis einen Fuß im Bauche weit sind ; m Hersrentslben (c. mgochkrall-5), welche bis zwey Fuß imDurchmesser haben; und in die noch größern BallonsHder Acerpiemev (rocchiemss, ?xcl^zuis), die aber
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