zur chem. Untersuch, der Körper überhaupt. 45
wandrschafc (sKm'ms cllsmiLa); und man schreibtdemjenigen Stoffe eine nähere chemische Verwandtschaftmir einem andern zu, als mit einem dritten, der mit je-nem sich lieber und genauer verbindet, als mit diesem.So hatte im vorhergehenden Beyspiele A eine nähereoder stärkere Verwandtschaft zu L, als zu L, und zudiesem folglich eine entferntere, geringere, schwäche-re Verwandtschast; und der Körper hatte zu L garkeme Verwandtschaft.
§. 44-
Wir brauchen uns hier nicht in die Erklärung derUrsache dieser großen Wirkling einzulassen, die außer demGebiet unserer Erfahrungskenntniß liegt. Nur die Ge-sehe, nach denen sie wirksam ist, können der Gegenstandunserer Nachforschung seyn, und diese bleiben für unsimmer die letzte Gränze bey der Erklärung der Erscheinun-gen und der Einwirkungen, welche die Stoffe in ihrerVerbindung untereinander äußern. Ob es gleich imGrunde nur eine und eben dieselbe Kraft ist, die nachBeschaffenheit der Umstände verschiedentlich abgeändertwird; so haben die Chemisten doch mehrere Arten derVerwandtschaft unterschieden, die man um des Sprach-gebrauches und der mehrern Deutlichkeit willen kennenlernen muß.
H. 45.
Man unterscheidet zusammenhäufende Ver-w andtschaft (atllinlgz sgAre-ßUtornm) und mischendeVerwandtschaft (üKrnMZ mlxtioniz, ftnttielüca).Jene ist das Bestreben zur Vereinigung zwischen gleich-artigen, diese zwischen ungleichartigen Stoffen, die sichdadurch zu einer homogenen Masse verbinden. Von die-ser mischenden Verwandtschaft hat man wieder mehrereArten unterschieden.
46.