Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

44 I. Abschnitt. Nöthige Vorkenntnisse

Haupt Zusammenhang, ?tnziehung (Lodaefio, ^t.trsSia) nennen. Diese Kraft kann zwar bey gleicharti-gen Theilen durch äußere mechanische Kräfte überwundenwerden, die die Zujammenhättfuncz derselben aufheben;aber diese sind ganz unzulänglich bey ungleichartigen Thei-len. Hier kömmt uns vielmehr diese Kraft der Cohäsionselbst zu statten. Denn die Erfahrung lehrt, und wirwerden uns davon durch sehr viele Versuche überzeugen,daß die verschiedenen ungleichartigen Bestandteile derKörper gegen einander nicht eine gleich starke Anziehunghaben; und daß durch die Verbindung von zwcyen odermchrern ungleichartigen Theilen nun die Anziehung zueinem dritten aufgehoben werden kann, der vorher einenvon jenen stark anzog.

H. g2.

Man nehme diesemnach an, daß zu einem aus zweyenungleichartigen Bestandteilen ^ und IZ zusammengesetztenKörper ein anderer Stoff L gesetzt werde, der eine stär-kere Anziehung zu ^ habe, als dieser gegen den vorherdamit verbundenen L äußert, so vereinigt sich natürlicher-weise /r und L zusammen; und wenn nun die Verbin-dung von diesen keine Anziehung mehr zu IZ har, so wirddieser abgeschieden. Es gehet also hier eure chemischeScheidung und Zusammensctzung^vor; und man stehethieraus, daß die in den Körpern und ihren Bcstandthei-len sich befindende Kräfte der Anziehung selbst Mittel zurchemischen Theilung und Zusammensetzung werden, diedurch mechanische Mittel nicht bewirkt werden können.

§- 4Z-

Man nennt in der Chemie die Wirkung dieser denungleichartigen Stoffen in der Natur beywohnendenKraft, vermöge welcher sie untereinander zusammenhan-gen, oder sich innigst vereinigen, die chemische Ver-wandt-