Einleitung.
daß sie ganz auf chemischen Grundsätzen beruhen; und inden mehresten andern finden diese eine Anwendung. DieChemie kann sich mit Recht der Erfindung und der Ver-besserung sehr vieler Künsie rühmen, und ohne sie kannman keine gründliche Einsicht in die mehresten derselbenerlangen. Sie gehört daher zu den ersten Wissenschaf-ten, welche die menschliche Glückseligkeit vermehren, undsie belohnt ihren Verehrern den Fleiß, den sie auf siewenden, auch unmittelbar. Durch die Chemie lerntman so vieleDinge des gemeinen Lebens und die nützlichenEigenschaften so vieler Körper kennen, ihren Werth undihre Unentbchrlichkeit schätzen, und ihren Einfluß aufunser Wohl und Weh besser beurtheilen.
§. 8.
Es giebt mancherlei) Methoden, nach welchen dieChemie vorgetragen worden ist. Bald ordnete man densystematischen Vortrag nach den Arbeiten und Operatio-nen, die man zur Kenncniß der Mischung der Körperanwenden muß; bald nach den Producten und Stoffeil,die man durch jene erhalt; bald nach den einfacher» Be-standtheilen und Elementen der Körper; bald nach derAnwendung der Chemie auf Wissenschaften, Gewerbeund Künste. Allein alle diese Methoden haben ihre ent-schiedene Schwierigkeiten. Denn außerdem, daß siehäufige Wiederholungen veranlassen, laßt sich dabei? dasGanze nicht so ordnen, daß das Folgende aus dem Vor-hergehenden erklärtlwürde, ein Erforderniß, das beydem Lehrvortrage unsrer Wissenschaft unumgänglich noth-wendig ist.
H. 9.
Wir werden hier suchen, diesem Erfordernisse soviel als möglich, ein Genüge zu leisten, und uns sorg-fältig hüten, nichts als bekannt vorauszusetzen, was erstdurch das Nachfolgende erläutert werden muß. Wir
wer-