zur ersten Ausgabe. XVIl
senschaft in einem halben Jahre darnach endigen könnte,wenn man täglich nur eine Stunde darauf verwenden darf.Ich gebe dies zu; allein ich behaupte auch, baß dieserVorwurf nicht sowol mein Compendium, als die Wis-senschaft selbst trifft. An dieser wird man doch wol nichteine zu große Reichhaltigkeit an Sachen, und ihre zu weiteAusdehnung tadeln wollen? Ich glaube nicht, daß manmir Weitschweifigkeit in Rasonnemeuts mit Grunde vor-werfen kann; sie nehmen gewiß den kleinsten Theil ein:alles andere sind Erfahrungssatze, die ich nicht auslasset?konnte. Folgerungen und Schlüsse mußte ich aber noch-wendig aus den Erfahrungen und Beobachtungen ziehen.Die letztem halte ich für den Körper, die Theorie aber fürdie Seele, welche ihn belebt, und in weitere Thaligkeil ver-setzt. — Immer gehe ich bey der Erklärung auf die Ver-wandtschaften zurück, welche die kehle Granzc find, überwelche weiter hmauezuschrcittu ich mir nicht getraue. Ichbin kein liebhaber von spitzfündigen Untersuchungen, votkGrübeleycn, und wcülauftigem Dogmatismen; ich habenur Muihmaßungen gewagt, wo uns hinlängliche Erfah-rungen zur Entscheidung mangelten; oft lieber manchesunerklärt gelassen, was ich nach den ordentlichen Gesetzender Natur nicht erklaren konnte. -Oft weichen frcylichmeine Theorien von den gewöhnlichen ab, oft sind sie ih-nen ganz entgegengesetzt; und ich sehe voraus, daß vielemein Buch deswegen radeln werden, weil ich in manche«?Stücken anders denke als sie. Ich hoffe aber auch, daßich immer hinlängliche Gründe aus Erfahrung und Versnunft dazu hatte, wo ich es that. Ich bin überzeugt,daß, wenn man so fortfahrt, wie man jetzt anfangt, woman auf das Ansehe»! einiger Masiner im Auslände Theo-
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