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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
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tigkeit Gottes mit Schrecken erkennt, seine ängstliche Fra-ge: Womit soll ich den Herrn versöhnen? auflösen undihm antworten, was Paulus dem verlegenen Kerkermei-ster antwortete: Glaube an den Herrn Jesum. In JesuTod und Wunden kannst du Versöhnung finden.

II.

Weil der Tod Jesu von so großem Gewicht ist,unser ganzes Heil davon abhängt, und wir zu unsererBeruhigung davon versichert sein müssen, daß er wirklichgestorben, so zeigt uns der Evangelist in der zweiten Hälfteunsres Textes die unwidcrsprechliche Gewißheit des To-des Jesu; indem er solche Umstände davon anführt, dieuns völlig überzeugen können und ihn außer allen Zweifelsetzen. Der erste Umstand ist, daß ihm seine Beine nicht,wie^fseinen Mitgekreuzigten, gebrochen wurden, welcheswürde geschehen sein, wenn ihn die Kricgskncchtc nichtwirklich todt gefunden hätten. Denn die Juden, die-weil es der Nüsttag war, daß nicht die Leich-name am Kreuz blieben den Sabbath über,denn desselbigen Sabbathstag war groß; ba-ten sie Pilatum, daß ihre Beine gebrochen,und sie abgenommen würden.

Der Charfreitag, der Todestag Jesu, war für dieJuden der Rüsttag, der Vorbereitungstag auf den fol-genden Sabbath, welcher, wie es heißt, groß war, weiler zugleich der Ostertag war. Darum wollten sie sichgesetzmäßig dazu anschicken und alle Hindernisse der Feieraus dem Wege räumen. Im Gesetz Gottes war ihnen5. Mos. 21, 23. befohlen, daß der Leichnam eines Ge-hängten nicht über Nacht am Holze bleiben, sondern nochdesselbigen Tages begraben werden sollte. Seitdem dieRömer sich des jüdischen Landes bemächtigt hatten, wardieß Gesetz so genau nicht beobachtet worden, aber weiljetzt gerade der Rüsttag zu ihrem feierlichen Sabbathwar, worauf in diesem Jahre gerade das Osterfest fiel,so besorgten die Obersten der Juden, wenn die Leichnameder Hingerichteten den Sabbath über am Kreuz blieben.