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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
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ihnen ewigen Stoff gab, Jesum als das erwürgte Lammzu erheben, wobei die Erde bebte, und die Felsen zer,sprangen, und der Vorhang im Tempel zerriß. Dennsein Tod ist nicht der Tod eines gemeinen Menschen oderfrommen Märtvrers, sondern es ist der Tod des Gott,menschen, des Mittlers, Bürgen und Versöhners, dener zur Erlösung seines Volkes starb. Es ist der großeVersöhnungstod, womit er die Schulden der Seinen voll,kommen bezahlt und ihre Sünde versöhnt, derdurch den Tod so vieler Millionen von Opserthierewar vorgebildet worden. Ein Tod, der allen, diesich im Glauben daran halten, Gerechtigkeit, Friede,Freude und ewiges Leben verschafft; denn dieser Tod istder einzige Grund unserer Begnadigung und Seligkeit;beide suchen wir außer demselben vergeblich, aber in ihmsind sie zu finden, und zwar für Alle, die sie in derrechten Ordnung suchen, sie mögen noch so voller Sün-den sein. Sein Tod ist also ein Tod, um deswillenuns unser Sterbetag noch freudig und ein Eingang indie seligen Wohnungen des Friedens werden kann, dawir sonst Alle des ewigen Todes sterben und in die Ver-dammnis' hinunter fahren müßten. Wie wichtig mußuns daher der Tod Jesu sein und wie herzlich unserDank dafür. Sein ganzes Leiden ist zwar verdienstlichund wirkte zu unserer Versöhnung mit, aber sein Todmußte noch hinzukommen, weil wir Alle durch unsreSünden den Tod in seinem ganzen Umfange verdienthatten und er uns von Gott gedroht war; nach seinerGerechtigkeit und Wahrheit konnte darum nicht andersfür unsre Sünde bezahlt werden. Darum weisen unsdie Vorbilder und Weissagungen der Propheten, die Leh-ren und Ermahnungen der Apostel, so wie die heiligenSacramcnte, auf Jesu Tod, als auf den Mittelpunktseiner Leiden und den Grund unserer Seligkeit hin.Wir sind Gott versöhnt durch den Tod seines Sohnes.Leun Jesus am Kreuz verschieden, können wir dem heils-begierigen Sünder, der seine Schuld, Strafbarkeit undgeistliche Armuth fühlt, der die Heiligkeit und Gerech-