Erste predigt,
—»x-MAZz»—
Luc. 23, 34.
Die Fürbitte Jesu für seine Feinde und Thei-lung seiner Kleider»
Eingang.
Ä^it Recht sagt Jesus, Matth, t l, 29. in der Mitte:Lernet von mir, denn ich bin sanftmüthig und vonHerzen demüthig. Er war es ja in der That im höch-sten Grade und auf eine ganz vorzügliche Weise. Erbewies sich so unter allen angethanen Beleidigungen. Erlebte heilig und unschuldig; dennoch wurde er gescholten,gelästert und verleumdet, aber er schalt nicht wieder, wenner gescholten wurde, und drohte nicht, wenn er litte. Alsihm die Samariter, gegen das Recht der Gastfreiheit,Aufnahme und Herberge versagten, wollten seine JüngerFeuer vom Himmel fallen lassen, wie Elias auf seineFeinde fallen ließ. Aber Jesus bestrafte sie darüber, undsprach: Wisset ihr nicht, weß Geistes Kinder ihr seid?
Besonders bewies er seine Sanftmut!) gegen dasEnte seines Lebens, wo ihm das größte Unrecht, allemögliche Leiden und Kränkungen, Schmach und Schmerzangethan wurde, nicht allein gegen seine schwachen Freundeund ihre Jrrthümer, Sünden, Fehler und Vergehungen,sondern auch gegen seine boshaften Feinde. Wie sanft-müthig redete er seinen Verräther an; wie liebreich heilteer dem Malchus sein Ohr. Wie geduldig ließ er sich
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