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sterreich überging, diese befiehlt und übergiebt er als eineköstliche Beilage, als ein theures Pfand und Kleinod indie Hände seines himmlischen Vaters, daß er sie bewahrebis zur Auferstehung seines Leibes. Seines Leibes ver-gaß zwar Jesus auch nicht vor Gott seinem himmlischenVater zu gedenken, sondern in Ansehung desselben wares, wie wir aus dem löten Psalm wissen, sein Verlan--gen und seine Hoffnung zum Vater, daß er sicher lie-gen, aber die Verwesung nicht sehen werde, welches Ver-langen er nur in seinem Gemüthe vor seinen Vaterbrachte. Aber seinen Geist, seine unsterbliche Seele be-fahl er mit lauter Stimme in die Hände seines himm-lischen Vaters, um uns zu zeigen, daß seine Seele ihmvorzüglich anliege und daß die Sorge für dieselbe, fürihre Bewahrung und ewige Wohlfahrt unser Haupt-anliegen und Hauptsorge im Leben und im Sterben seinmüsse, weil die Seele unser vornehmster und edelster, mitUnsterblichkeit begabter Thcil ist, und ist sie wohl ver-sorgt und bewahrt, ist sie von Gott zu Gnaden ange-nommen und in seine Freude eingegangen, so folgt diefrohe und selige Auferstehung des Leibes von selbst. Esist traurig, wenn man bei den meisten Menschen geradedas Gegcntheil erblicken muß, nemlich kein herzliches An-liegen, keine Sorge für die Seele und deren ewiges Heil,sondern nur Sorge für den Leib und dicß zeitliche Leben,nur Weltlicbe und Jrdischgesinnthcit, als wenn sie keineSeele hätten, sondern blos Körper wären, wie das un-vernünftige Vieh. Ja selbst in Krankheit und bei derAnnäherung des Todes äußern Viele mehr Sorge fürden Leib und ihre äußern Angelegenheiten, als für ihreSeele, bekümmern sich mehr um den leiblichen als umden geistlichen Arzt, reden lieber von den Umständen ih-res Leibes, als von der Beschaffenheit ihrer Seele. Möch-ten wir es darum von Jesu lernen, die Sorge für unsrcSeele zu unsrer Hauptsorge zu machen.
Der sterbende Jesus wollte aber nicht allein durchseine Bitte: Vater, in deine Hände befehle ich meinenGeist, seine heilige Sorge für seine Seele bezeugen, son-