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vollkommen ist, können wir Gott nicht als unfern Va-ter ansehen und ansprechen, aber im Vertrauen aufChristi Treue, seinen stellvertretenden Gehorsam und Ge«rechtigkeit, können und dürfen wir ihm, unserm Mittlerund Vorgänger, auch bei der Erwartung des nahen To-des nachsprechen: Vater, ich befehle meinen Geist indeine Hände.
Diese Abschiedsworte unseres sterbenden Erlöserssind aus dem Zlsten Psalm entlehnt, wo David imGeiste Jesu Christi zu Gott spricht: In deine Händebefehle ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Herr, dutreuer Gott. Nach der Schrift und mit steter Hinsichtauf dieselbe hatte Jesus gelebt und gelitten, sein Betra-gen hatte er darnach eingerichtet und sich mit GottesWort in allen Widerwärtigkeiten aufgerichtet und getrö-stet. Es muß also gehen; wie würde sonst die Schrifterfüllet? Die Schrift kann nicht gebrochen werden,sprach er zu seinen Jüngern: Nach diesem Wort undmit demselben in seinem Munde und Herzen wollte erauch sterben und diese Welt verlassen, um uns auch ster-bend noch die heilige Schrift als göttliche Wahrheit, alseine Quelle des Trostes in Roth und Tod anzupreisen,damit wir es desto besser von ihm lernten, bei der hei-ligen Schrift zu bleiben, unfern Sinn und Wandel, un-fern Glauben und unsre Hoffnung darnach zu richten,sie als ein Schwerdt des Geistes gegen alle Versuchun-gen und Zweifel zu gebrauchen, sie unseres Fußes Leuchteund ein Licht auf unserm Wege sein zu lassen, uns anihre Verheißungen festzuhalten und mit denselben zu trö-sten bis an unser Ende. Jesus starb also nicht alleinnach der Schrift, gerade so wie es die heilige Schriftvon dem Messias vorhcrgesagt, unter Uebelthätern amKreuz, mit durchgrabcnen Händen und Füßen, sondernauch mit einem Schristspruch im Munde, da er sterbendsprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände.
Unter seinem Geist versteht unser Heiland seinemenschliche Seele, die jetzt durch den Tod vom Leibe ge-trennt wurde und in die unsichtbare Welt, in das Gei-