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ihn denn nicht so kindlich Abba, Vater, nennen, siemei-nen, sie bättcn es nicht darnach gemacht, nicht als seinetreue und gehorsame Kinder gelebt, denn unter den Lei-den fallen itrnen ihre Fehler und Gebrechen, auch wohlsonst unbemerkte Sünden, ja zuweilen auch wohl dieSünden, die sie vor ihrer Bekehrung begangen, schweraufs Herz, wodurch sie furchtsam, blöde und schüchternvor Gott werden. Unser Heiland Jesus Christns, den-ken sie, konnte wohl in den tiefsten Leiden, bei demSpott seiner Feinde und dem Anblick des Todes Gottmit kindlicher und froher Zuversicht seinen Vater nen-nen, denn er hatte sich in allem als Gottes Kind be-tragen und seinem Vater einen vollkommnen Gehorsamgeleistet. Aber dabei müßten Glaubige besser bedenken,was I. Joh. 1. sieht: So wir unsre Sünde bekennen,so ist Gott treu und gerecht, daß er uns die Sündenvergiebt, und reiniget uns von aller Untugend; daß Je-sus seinen vollkommnen Gehorsam mit für sie und anihrer Statt geleistet, daß er ihnen dadurch die Kind-schaft Gottes und das Recht, ihn mit FreimüthigkeitVater zu nennen, erworben; denn weil sie als armeSünder zu Christo ihre Zuflucht genommen und ihn zuihrem Scligmacher begehrt und angenommen haben, sowird ihnen die vollkommene Genugthuung, Gerechtigkeitund Heiligkeit Christi vor Gott so zugerechnet, als hät-ten sie nie keine Sünde begangen noch gehabt, sondernselbst allen den Gehorsam vollbracht, den Christus fürsie geleistet hat. Darum sagt Paulus Ephcs. 1.: Gottbat uns angenehm gemacht in dem Geliebten. Daraufkönnen und müssen sie allein unter allen Umständen undAbwechselungen, im Leben und im Sterben ihre kindli-che Zuversicht und Freimüthigkeit zu Gott als ihremVater gründen. Darum eignete Jesus auch nach seinerAuferstehung seine eignen Vorrechte den Scinigen zu,wenn er zu seinen Jüngern sprach: Ich fahre auf zumeinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gottund zu eurem Gott. Im Vertrauen auf unsre Treueund auf unfern Gehorsam, der so mangelhaft und uu-