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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
Entstehung
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verherrlicht wurde, daß Gott an ihm und seinem Ge-horsam bis zum Tode das größte Wohlgefallen hatte.

Möchten es seine gläubigen Verehrer von ihm ler-nen, Gott unter allen Umständen> unter Schmach undVerachtung bei den Menschen, unter allen Prüfungen,Leisen, Krankheiten und Trübsalen, in Roth und Todmit kindlicher Zuversicht als ihren versöhnten Vater inChristo anzusehen und anzureden. Das würde sie vorängstlicher Furcht bewahren, die so viele Pein hat; daswürde sie vor manchen Verirrungen und Versündigun-gen in ihren Leiden behüten, würde ihnei. ihre Beschwer-den erleichtern, sie ruhiger, zufriedener und geduldiger un-ter allen Widerwärtigkeiten so wie im Tode selbst getrostmachen. Dazu haben auch gläubige Verehrer Jesu, ebensowohl als ihr Heiland selbst Grund, den großen Gottunter allen Leiden und im Tode selbst als ihren Vateranzusehen und ihn mit kindlichem Vertrauen so zu nen-nen, weil sie vor Gott in Christo, ihren: Bürgen, ge-rechnet sind und angesehen werden, weil ihnen in Got-tes Wort die Versicherung gegeben wird: So ihr dieZüchtigung erduldet, so erbeut sich euch Gott als Kin-der, denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchti-get. Ebr. 12. Weil Gott ihnen selbst gesagt hat, daßwohl Berge weichen und Hügel hinfallen würden, aberseine Gnade solle nicht von ihnen weichen und der Bundseines Friedens nicht hinfallen; weswegen sie nach Röm.8. gewiß sein können, daß nichts, weder Tod noch Le-ben, weder Engel noch Fürstenthum, noch Gewalt, we-der Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes nochTiefes, noch keine andere Kreatur, sie scheiden werdevon der Liebe Gottes, die da ist in Christo Jesu, un-scrm Herrn. Aber an solche tröstliche Wahrheiten undVersicherungen halten sich gläubige Kinder Gottes nichtfest genug, und dann oft am wenigsten, wenn sie imLeiden sind und es am nöthigstcn hatten. Denn in ih-ren Prüfungen und Leiden denken sie nur gar zu oft,Gott beweise sich gegen sie jedt nicht als Vater, sondernwohl eher als ein erzürnter Richter, darum dürfen sie