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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
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und den Tröstungen seines Geistes zu vermehren, daßwir von Herzen mit dem frommen Dichter zu ihm scuf«zen: Tränk mich an deinen Brüsten und kreuzige mein'Begier sammt allen bösen Lüsten, auf daß ich für undfür derSünd' und Welt absterbe, und nach dem Fleisch ver-derbe, hingegen leb' in dir. Oder mit dem Psalmisten:Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreietmeine Seele, Gott, zu dir. Denn aus dem Durst Jesuam Kreuz sehen wir, wie strafbar unser Durst nach derWelt, ihrer sündlichen Lust und Eitelkeit ist, weil derSohn Gottes, unser Bürge, so schmerzlich dafür hatbüßen müssen; und doch ist er noch so gemein und groß,hingegen der Durst nach Jesu und den lebendigen Was-sern seines Geistes in der verderbten, von Welt undSünde trunkenen Christenheit, so selten. Es ist wohlgeistlicher Mangel da, aber er wird nicht erkannt, nochfür bedeutend und gefährlich gehalten, darum kommt auchkein rechter Durst nach Christo in die Seele. Wie vielearme Seelen liegen noch in der äußersten Dürre, esmangelt ihnen alles, was zur Seligkeit gehört, aber siefühlen es nicht. Sie sind entweder ganz ohne Nachden-ken über ihre geistlichen und ewigen Angelegenheiten, odersie bilden sich noch mit den Laodicäern ein, sie hättensatt und bedürften nichts, und wissen es nicht, daß siesind elend und jämmerlich, arm, blind und bloß. IhrMangel, ihr Elend, ihre Armuth und Dürftigkeit wirdihnen wohl gezeigt und gesagt, wie sie in Gefahr sind,ewig zu darben und zu verschmachten in der Hölle, wokein Tropfen Wasser zur Kühlung ihrer Zunge zu fin-den sein wird; wie aber noch ihrem Mangel und Elendabgeholfen werden kann, wie sie noch der schrecklichenGefahr des ewigen Verschmachtens entgehn und zu derGnadenfülle, die in Christo ist, kommen können, die ih-nen ewige und vollkommene Sättigung gewähret. Aberes wird nicht beherzigt, sondern in den Wind geschlagen.Sie haben kein Anliegen für das Heil ihrer Seele, fiesetzen keinen Werth in die geistlichen und himmlischenGüter, die ihnen in Christo durch das Evangelium an-