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bung aus dem gelobten Lande unter dem schrecklichenBilde der Verfinsterung desselben angedeutet: Amos 8,9. 10., „Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr Herr,will ich die Sonne im Mittage untergehen lassen, unddas Land am hellen Tage lassen finster werden. Ichwill eure Feiertage in Trauern, und alle eure Liederin Wehklagen verwandeln; ich will über alle Lenden denSack bringen und alle Köpfe kahl machen, und will ihnenein Trauern schaffen, wie man über einen einigen Sohn hat,und sollen ein jämmerlich Ende nehmen." Sic verkün-digten also das, was Jesus, Luc. 23, 28—30., den wei-nenden Weibern gesagt: „Ihr Töchter von Jerusalem, wei-net nicht über mich, sondern weinet über euch selbst undüber eure Kinder. Denn siehe, es wird die Zeit kom-men, in welcher man sagen wird: Selig sind die Un-fruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren haben,und die Brüste, die nicht gesäugct haben."
4. Ehe Gott aber seine Gerichte, die diese Finster-niß ankündigte, zu ihrem Verderben über sie schickte,wollte er sie nach dem Rcichthum seiner Langmuth undGeduld durch diese wunderbare Verfinsterung ihres Lan-des noch einmal warnen und zum ernsthaften Nachden-ken über ihre Vergchungen, zur Aufmerksamkeit auf diePerson des verachteten und gekreuzigten Jesu bewegen.Denn ehe Gott wirklich mit Verderben straft, warntund droht er zuvor. So schickte er auch eine dicke Fin-sternis' über Egyptenland, als Pharao nicht aufhörenwollte sein Volk Israel zu drücken, und sich gegen feineStimme verhärtete, um es ihm unter die Augen zu stel-len, daß der Gott Israels der Herr der ganzen Weltsei und daß er an seinem Verhalten ein gerechtes Miß-fallen habe, ihn und sein Land strafen werde, wenn siesich nicht besserten.
5. Vornehmlich aber sollte diese äußere Finsternis?den innerlich traurigen Zustand unsrcs leidenden Erlössers abbilden, die Angst seiner Seele, die große Finster-nis, die jetzt ihn, die Sonne der Gerechtigkeit, das Lichtder Welt, verdunkelte.