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würdigt wurde, Jesu in seiner Mutter noch Gutes zuthun, sich auch dadurch ihm dankbar zu beweisen. Alleshatte er für diese werthc Freundin übrig und versorgtesie lebenslänglich so gut er konnte.
Möchten sich, geliebte Zuhörer, unser aller Herzen zursorgfaltigen Nachahmung der heiligen Gesinnung undTugend, die wir an Jesu und seinen Freundinnen und demJünger Johannes gesehen haben, kraftig bewogen finden,dazu stehen sie da; zu dem Ende sind sie aufs neuevorgestellt worden.
1. An dem Herrn Jesu sehen wir eine genaueErfüllung dessen, was der Herr von allen Kindernim fünften Gebot fordert; da er spricht: „Du sollstdeinen Vater und deine Mutter ehren," denn Jesus ehrteund liebte seine Mutter bis in den Tod. Sterbend ste-het er sich, vom Kreuze herab, noch mit zärtlicher Liebenach ihr um; redet ihr freundlich zu und sucht ihrenSchmerz zu lindern, nimmt sich ihrer treulich an, undübcrgiebt sie der Fürsorge seines liebsten Freundes, daer selbst die Welt verließ. Dies Beispiel des HerrnJesu muß uns antreiben unfern Eltern ein Gleiches zuthun, wenn sie noch am Leben sind; sie herzlich zu lie-ben und diese Liebe mit Wort und Werk zu beweisen,ihnen zu helfen und beizustehen, wo wir können, durchein gottgefälliges Betragen ihnen Freude und Ehre zumachen, wenn wir den Namen eines Christen mit Rechttragen wollen. Wer seine Eltern nicht ehrt und liebt,sich ihrer schämt, sie verläßt und d'rangicbt, wenn sieseiner Hülfe und Unterstützung bedürfen, ihnen Herzeleidfür Freude und Betrübniß für Trost macht, sie um dasIhrige hilft, statt sie zu versorgen, der hat Jesu Sinnnicht und kann sein Jünger nicht sein, der begehet him-melschreiende Sünde, die der Herr sehr häufig noch indieser Zeit strafet, indem er solchen wieder Herzeleid an