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durch seinen Sohn erfreuen und verklären wollte. Erhatte wahrscheinlich das Bekenntniß Jesu vor Pilato,daß er ein König, aber daß sein Reich nicht von dieserWelt sei, gehöret und war dadurch unter der kräftigenMitwirkung des heil. Geistes in seinein Herzen überzeugtworden, daß Jesus ein himmlischer König sei und einhimmlisches Reich habe. Aus seiner Bitte für seine Mör-der und Feinde: „Vater, vergieb ihnen, denn sie wissennicht, was sie thun," hatte er Zuversicht und Vertrauenzu der Gnade und Sünderliebe Jesu bekommen; bittetJesus für seine Feinde und Mörder, wird er gedachthaben, so willst du es auch wagen, dich mit deinem gna-denhungrigen Herzen an ihn zu wenden; so wird er dei-ner auch wohl in Gnaden gedenken.
II.
Er fand sich in seiner Hoffnung, die er zu derGnade Jesu hatte, nicht betrogen; denn Jesus antwor-tete gleich auf seine Bitte und sprach: Heute wirstdu mit mir im Paradiese sein. Er that alsomehr,als der Schacher bat und zu bitten wagte; er bat nurum Jesu gnädiges Andenken, wenn er in sein Reichwürde gekommen sein, und Jesu versprach ihm, daß ernoch an seinem Todcs-Tage mit ihm und durch ihn indasselbe eingehen werde. Ein bußfertiger und heilsbegie-riger Mensch kann sich die Gnade und Sünderliebe Jesunie zu groß vorstellen, noch zu viel Vertrauen zu ihmhaben. Er kann und will nicht nur alles thun, waswir nach seinem Worte von ihm glauben können, son-dern noch unendlich mehr. Auf die Lästerungen undSpöttereien seiner Feinde antwortete Jesus kein Wort,aber auf die demüthige und gläubige Bitte des Bußfer-tigen konnte und wollte er nach seiner Sündcrliebe nichtschweigen, weil er in die Welt gekommen war und amKreuze hing, zu suchen und selig zu machen, was verlo-ren ist. Die Buße dieses Menschen, worüber sich derganze Himmel Heute, war für mssern gekreuzigten Jcsum