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um fremder Schuld willen litt, damit sie könnte ver-aeben werden; dies flößte ihm Hochachtung und Lieb?gegen Jesum ein. Verlangen nach seiner Gnade, Ver-trauen auf ihn und Zufluchtnchmen zu ihm.
Seine Ehre lag ihm am Herzen, und er rettete sieso gut er konnte, bekannte seine Heiligkeit und Unschuldund bestrafte seinen Lästerer; wandte sich mit gläubigerund demüthigcr Bitte zu ihm, bat ihn und sprach: Herr,gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst;der Geist hatte ihm helle Glaubens-Augcn gegeben. Wardas nicht, geliebte Zuhörer, ein starker Glaube, den erdamit äußerte? Den Jesum, der jetzt als ein niedrigerKnecht und Uebelthäter am Kreuze hing, der ein Spottder Leute und die Verachtung des Volks war, nennt ermit Ehrerbietung einen Herrn. Dem legt er ein Reichbei, der äußerlich nichts Großes, noch Königliches an sichhatte, sondern gerade das Gegentheil, der ganz arm,nackt und bloß am Kreuze hing; zu dem nimmt er mitGebet und Flehen seine Zuflucht, vor dem jeder seinAngesicht verbarg, oder seine Augen mit Verachtung aufihn richtete; bei dem suchte er Hülfe, der selbst der Hülstloseste und Verlassenste unter allen Menschen schien; indessen Andenken empfahl er sich, der selbst in wenigenStunden ein Opfer des Todes wurde. Welche helleGlaubens-Augen hatte also dieser Schacher; was kein na-türlicher Mensch sehen konnte und was er selbst vorher nichtgesehen hatte, das sähe er nun im Lichte des heil. Gei-stes, sähe den König in seiner Schönheit, sähe durch dieSchmach und Niedrigkeit Christi seine Majestät undHerrlichkeit, sähe in dem gekreuzigten Jesu den Bürgenund Versöhner und Seligmacher verlorner Sünder, denHerrn Himmels und der Erden, den König im ReicheGottes; darum bat er: Herr, gedenke an mich, wenn duin dein Reich kommst.
Ein solcher Glaube möchte für die Zeit wohl inIsrael nicht zu finden sein, da die Gemüther der Jüngerund Jüngcrinncn Jesu so sehr verdunkelt waren. Eswar ein Glaube der mächtigen Wirkung Gottes, der da