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zum Kre«FrStode verdammt bist und in wenigen Stun-den vor dem Richtcrstuhl Gottes erscheinen mußt, alleFurcht vor Gott bei Seite setzest und mit lästerst undspottest, das befremdet mich. Kann dich denn das Ge-fühl einer Strafe, die du verdient hast, kann dich derAnblick eines grausamen Todes, der deiner in der Nähewartet, kann dich die Holle, die ihren Rachen schon auf-sperrt, dich zu verschlingen, kann dich die nahe Gegen-wart des Richters, vor dem du erscheinen mußt, nichtvon der Sünde abschrecken und zur Furcht vor Gott be-wegen? Willst du so gottcsvergcssen und unbußfertig ster-ben, wie du gelebt hast? Solltest du nicht billig mitmir eilen, deine Seele zu erretten, und die letzte Stundedeines sinkenden Lebens anwenden, deine Sünde zu be-reuen und mit zerschlagenem Herzen Gnade bei Gott zusuchen?
Denn ein bußfertiger und heilsbegieriger Menschwünscht von Herzen die Bekehrung Andrer, besondersderer, womit er vorhin gesündigt; er bestraft, warnt undermahnt sie, wenn er Gelegenheit dazu hat, um seinihnen sonst gegebenes Aergerniß abzuthun und sie womöglich zur Buße zu wecken. Er sagt es ihnen gern,was er über seine Missethaten empfunden, in welcherGefahr sie schweben und was sie zu gewartcn haben,wenn sie unbußfertig in ihren Sünden beharren, um siezum heilsamen Nachdenken zu bringen.
cl) Oer bußfertige Schächer gab auch dadurch deut-liche Merkmale von seiner Sinnesänderung, von seinein ge-beugten Sündersinne und seiner Bußfertigkeit, daß erseine schwere Missethaten und Strafbarkeit er-kannte und off entlich bekannte, feine Sünden nichtim geringsten entschuldigte, noch sich über die harte Kreu-zesstrafe beschwerte; sondern zu seinem Mitgxkreuzigtcnsprach: Wir sind billig in der Verdammnis zudein schmählichen und schmerzlichen Kreuzes-tode, denn wir empfangen, was unsre Thatenwerth sind. Ein wahrhaft bußfertiger Sünder ver-kleinert auch seine Sünden nicht, sondern sucht vielmehr