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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
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allein mit seinen Worten Haß und Abscheu au derSünde, sondern auch Furcht vor Gott, den er solange mit seinen Sünden beleidigt hatte. Darum spracher zu dem andern Uebelthäter, und du fürchtest dichauch nicht vor Gott? Ihm selbst waren die Augenaufgegangen, daß er es einsah, mit welch einem heiligenund gerechten Gott er es zu thun hatte, der nicht immerzum Bösen schweigt, sondern endlich straft und dem Sün-der unter die Augen stellt, wie schlecht er es gemacht,was er verdient und welch ein Verderben er sich berei-tet hat; darum fürchtete er sich vor dem beleidigten Gottund seinem strengen Gerichte. Dies fand sich auch beijenem Zöllner, den uns Jesus als ein Muster eines buß-fertigen Sünders, Lue. t8, t.,., vorstellt; wenn er von ihmsagt: Der Zöllner stand von ferne, wollte auch seineAugen nicht aufHeven gen Himmel; sondern schlug anseine Brust und sprach: Gott sei mir Sünder gnä-dig! Denn wenn der Geist Gottes sein Werk bei demMenschen anfängt und ihn bestraft und überzeugt vonder Sünde, so bemächtigt sich die Furcht vor Gott sei-ner Seele, die mit zur wahren Bußfertigkeit gehört undvon dem Herrn gnädig angesehen wird, wie Er Jes. 66, 2.bezeuget: „Ich sehe aber an den Elenden, und der zerbro-chenen Geistes ist, und der sich fürchtet vor meinem Wort."

a) Und so wie der bußfertige Schächer mit seinenWorten Haß gegen die Sünde und Furcht vor Gottbewies, so zeigte er zugleich Liebe zum Heil seinesMitgekreuzigten, Verlangen nach seiner Be-kehrung und Rettung. Er will ihn durch seine ernst-liche Bestrafung aus seinem Sündenschlafe gern auf-schrecken und zur Buße wecken. Ach, ist es möglich,wollte er gleichsam sagen, daß du auch noch den Un-schuldigen lästerst und hartnäckig in der Sünde beharrest,da du ihre bittre Früchte schon zu schmecken angefangenhast? Daß jene sicheren Sünder unter dem Kreuze spottenund lästern, weil ihnen ihre bösen Anschläge wider Jesumgelungen sind und ihre Strafe noch ferne zu sein scheint,wundert mich nicht ft> sehr; aber daß du, der du mit