Jeremias klagt: „Du schlügest sie, aber sie fühlen eSnicht; du plagest sie, aber sie bessern sich nicht. Siehaben ein harter Angesicht denn ein Fels, und »vollen sichnicht bekehren." Jerem. 5, 3. Ach, daß es derer nichtauch in unseren Tagen so viele gäbe!
Diese Lästerung des einen Uebelthäters konnte der anderenicht mit Gleichgültigkeit anhören, noch mit Stillschweigenübergehen; sondern er strafteihn, und sprach: Unddu fürchtest dich auch nicht vor Gott, der dudoch in gleicher Vcrdammniß bist? Und zwarwir sind billig darin, denn wir empfangen,was unsere Thaten werth sind; dieser aberhat nichts Ungeschicktes gethan.
Diese Worte, wenn wir sie in Verbindung mit seinerdarauf folgenden Ansprache an Jesum selbst betrachten,zeugen von seinem veränderten, bußfertigen und gottes-fürchtigen Sinn.
a) Er legte damit nicht nur eine lebendige Er-kenntniß ssiner Sünden und Strafbarkeit, sondern auchseinen ernstlichen Haß an der Sünde an denTag. Er war mit Widerwillen dagegen eingenom-men und hatte ein aufrichtiges Mißfallen daran;denn er kannte nun durch die innere Erleuchtung desheil. Geistes, die Abscheulichkeit der Sünde, undfühlte, wie verwerflich sie den Menschen vor Gott mache.Es wäre ihm daher nun unmöglich gewesen, längernoch muthwillig fortzusündigen und sich dem andernUebelthäter gleichzustellen. Die ^boshafte Verspottung desunschuldigen Jesu that ihm wehe in seiner Seele under konnte sich nicht enthalten, seinen Mitgekreuzigten dar-über zu bestrafen. Das ist ein Zeichen von Sinnes-änderung und Bußfertigkeit, wenn man Schmerzen überdie Verachtung Jesu empfindet, die Sünde und Unge-rechtigkeit weder an sich, noch an anderen mehr leidenkann, und keine Gemeinschaft mehr haben will mit denWerken der Finsteem'ß, sondern sie bestrafet. Möchtesich dies doch auch bei einem Jeden unter uns finden!
k) Der bußfertige Schacher bezeugte aber nicht
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