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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
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theuren Erlöser mitten zwischen zwei Mörder kreuzigenlassen, um ihn als das Haupt derselben auszuzeichnenund seine Schande zu vermehren. Aber die Vorsehunglenkte es so, daß dieser beschimpfende Umstand ihm zugroßer Ehre gereichen mußte und Gelegenheit gab, seineMessiaswürde, den Reichthum und die Macht seinerGnade am Kreuze noch zu offenbaren durch dasjenige,was mit dem einen Schacher oder mitgekreuzigten Mör-der zu seinem ewigen Heil vorging und uns in unsremTexte erzählt wird. Dies lehrreiche und tröstliche Bei-spiel, das uns der Herr hat aufzeichnen lassen, um unsdurch seine daraus hervorleuchtende Güte zur Buße zulocken und uns zu lehren, daß wir auch nach schwerenVersündigungen an seiner Gnade, wenn es uns vonHerzen um dieselbe zu thun ist, nicht zu verzweifelnbrauchen, sondern uns durch die Hoffnung, noch Barm-herzigkeit zu finden, sollen antreiben lassen, bußfertig zuChristo unsre Zuflucht zu nehmen, so lange es noch Zeit,ehe es zu spät ist — wird von Vielen zur Sicher-heit in ihren Sünden gcmißbraucht. Sie wollen damitden Aufschub ihrer Bekehrung beschönigen und die betrüg-liche Hoffnung nähren, daß sie noch in ihren letztenStunden mit einigen Seufzern: „Herr hilf mir, sei mirgnädig, erbarme dich meiner, gedenke meiner," Gnade,Vergebung und Aufnahme in das Reich Gottes erlan-gen könnten, ohne daran zu denken, daß eine bußfertigeund gläubige Gemüthsgestalt bei uns sein muß, wennsolche Bitte Erhörung finden soll. Deswegen wollenwir aus unsrem Texte:

I. Die wahre Sinnesänderung, die bußfertige undgläubige Gemüthsgestalt des begnadigten Schachersbetrachten, und dannII. sehen, wie er darauf von Jesu getröstet und deSewigen Lebens versichert wurde.

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Die wahre Sinnesänderung, die bußfertige undgläubige Gemüthsgestalt des begnadigten Schächcrs, leuch-