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den mit den Worten: Vater, vergieb ihnen; son-dern er dringt diese Bitte auch aus Liebe naher an undsetzt als einen Beweggrund zur Erhörung derselben hin-zu: denn sie wissen nicht, was sie thun. Erstelltdie Versündigungen seiner Feinde nicht von der schwär-zesten und strafbarsten, sondern von der verzeihlichstenSeite vor, als ihr Fürsprecher; denn sie waren alle mitder schrecklichsten Blindheit geschlagen, die Macht der Fin-sterniß lag auf ihnen. Die römischen Kriegsknechte wa-ren blinde Heiden, und die Juden gingen in der Irre, wieSchafe, die keinen Hirten haben; denn ihre Lehrer warenblinde Leiter der Blinden. Sie erkannten das HeilGottes in Christo nicht, wußten nicht, daß sie in ihmden verheißenen Messias, den Herrn der Herrlichkeitkreuzigten, weil sie sich ganz andere Vorstellungen vondem versprochenen Messias gemacht hatten und meinten,daß er als ein sehr mächtiger, weltlicher König auftretenwürde. Darum sagte ihnen auch Petrus nach der Aus-gießung des heil. Geistes, als er ihnen von Jesu pre-digte und ihnen ihre Versündigungen gegen ihn vor-hielt, so ganz nach dem Vorgang seines Herrn und Mei-sters: „Nun, lieben Brüder, ich weiß, daß ihres durchUnwissenheit gethan habt, wie auch eure Obersten. Gottaber, was er durch den Mund seiner Propheten zuvorverkündiget hat, wie Christus leiden sollte, hat es alsoerfüllet. So thut nun Buße und bekehret euch, daß eureSünde vergeben werde." Apostelg. 3, 17 — 19. „Wirreden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes,welche Gott verordnet hat vor der Welt, zu unsererHerrlichkeit. Welche keiner von den Obersten dieser Welterkannt hat; denn wo sie die erkannt hätten, hätten sieden Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuziget." I.Cor. 2,7.8.
Möchten wir es doch auch, so wie Petrus, vonJesu lernen, daß wir auch die Fehler und Vergebungenunsrcr Nächsten, die Beleidigungen die sie uns anthun,lieber von der glimpflichsten, als schlechtesten Seite unsund andern vorstellen, sie doch nie mit Zusätzen vergrö-ßern. Denn wir müssen unfern Jesu je länger je ähnli-