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Die Leiden Jesu während seiner Kreuzigung, in sieben Predigten vorgetragen, mit bes. Rücksicht auf die sieben Worte des Erlösers am Kreuz
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achtetste und Unwcrthestc unter den Menschen war, undvon den Menschen, als ein Fluch und Fegopftr, ausihrer Gesellschaft verbannt würbe. Denn seine Schmachund Schmerzen litt er nicht allein nach dem Rath undWillen Gottes, sondern auch aus kindlichem Gehorsamgegen ihn und zu seiner größten Verherrlichung; darumkonnte er ihn auch am Kreuz mit aller Freimüthigkeit,als seinen Vater anreden. Und seine Gläubigen bleibenauch in Kreuz und Trübsal, unter allen Schmähungenund Verfolgungen, auch dann, wenn sie von Gott ver-lassen und ihren Feinden Preis gegeben scheinen, Got-tes Kinder und dürfen ihn auch dann noch mit kindli-chem Vertrauen ihren Vater nennen; können mit Paulosagen, Rom. 8, 38. 39.: „Ich bin gewiß, daß wederTod noch Leben, weder Engel noch Fürstenthum, nochGewalt, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, wederHohes noch Tiefes, noch keine andere Kreatur, mag unsscheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist,unserm Herrn."

Vater, sprach der sterbende Erlöser, um mit die-sem Namen in Gottes Herz zu dringen und ihn dcsto-mehr zur Erhörung seiner Bitte zu bewegen; Vater,vcrgieb ihnen, denn sie wissen nicht, was siethun. So bat der gekreuzigte Jesus für seine Mörder,und diese Bitte sagt es uns mit lauter Stimme, daßJesus die Liebe sei. Nicht Erbitterung und Haß, nichtBegierde nach Rache und Vergeltung, sondern Vergebung,Sanftmuth und Liebe gegen seine Kreuziger erfüllte sein° leidendes Herz; nicht von Verwünschungen, Flüchen undDrohungen, sondern von Segen und Fürbitte geht seinsterbender Mund über. Er vergißt seine Ouaal und denktvoll Mitleiden an das Elend seiner Feinde; ihn betrü-ben nicht so sehr seine Leiden, als ihre Versündigungenund die Strafe, die sie sich dadurch zuzogen. Sie stehenum sein Kreuz und weiden ihre Augen an seinen Mar-tern, und er sieht vom Kreuz mit Liebe und Erbarmenauf sie herab. Sie fluchen ihm und er segnet sie, siespotten seiner und ihn jammert ihrer; sie freveln wider