gebührt euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde,welchederBater SeinerMacht vorbehaltenhat (Apostelg. 1, 7.). Daher sagt Nieger(zu Offenb. 1, 1—3. S. 3ö5.) treffend: „Eswird im Ganzen Alles nahe, nur nicht zu nahe,Manches ferne und doch nicht zu ferne gesetzt unddadurch das Herz im Wachen ohne träges Ein-schlafen und im Warten ohne voreiliges Zugrci-fen erhalten." Da gilt, was Hill er singt:Wenn Jemand lausend Jahre wachte.Und Er (der HErr) kam' erst am letzten an,So war's, obgleich der Spötter lachte.
Doch klug und nicht umsonst gcthan.Und wer nicht an dem Tage wacht.Der schläft gewiß auch bei der Nacht.
HErr! mache Du mich alle Tage,
Auf alle Stunden recht bereit.
Daß ich mein Ocl stets bei mir trage.Und sey zum Brauttag angekleid't.
Wenn Du schon kommst, so ist der Rath,Sich erst zu rüsten, allzuspat.
DaS sey besonders den leichtsinnigen Leutengesagt, die jetzt frohlocken, über Vengel undalle Glaubigen spotten, an gar keine Zukunft desHErrn mehr glauben und mit neuer Sicherheitin ihren Sünden fortmachen. Habt also Achtauf eure Seelen! Ich habe nie geglaubt, daßder HErr gerade im Jahr 1836 kommen werde,aber wie ihr sehet, das glaube ich, daß Er baldkomme, weil Alles in der Welt so sieht, daßwenn es Ihm gefällt, schnell Alles vollends gesche-hen kann, was noch vor Seiner Zukunft gesche-hen wird. Wenn daher Jemand ftagt, wie dennauch viele Glaubigen fragen: was hat man denn