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Aber dieses Sein Kommen verzieht sich undEr kommt erst in später Nacht, Die Nachtbezeichnet schwere Zeit, in der man große Mühehat, wach, d. h. Christo treu zu bleiben, beideszusammen, das lange Warten und die schwereNacht kostet Verleugnung, Kampf, Anstrengungaller Kräfte, Wachsamkeit. Und darunter haltendie thorichten Jungfrauen nicht aus. Dassind die Menschen, deren Christenthum bloßesGefühlswesen ist. Sie sind zwar aus Babelausgegangen, haben von den groben Befleckungender Welt sich abgesondert und den äußern Gottes-dienst des Christenthums mitgemacht, aber zu einerwahren Wiedergeburt ist es nicht gekommen, ihrnatürlicher Sinn ist nicht gebrochen, sie habenkein Salz und keinen Geist, denn der HeiligeGeist hat zwar auf sie wirken können, aber woh-nen in ihnen kann Er nicht (sie haben kein Oel— denn Oel bezeichnet vom alten Bund her schonden Geist). Daherkommen bei ihnen ungewürzte,der himmlischen Weisheit ermangelnde Redenund Handlungen, daher, daß keine Kraft zurVerläugnung, zum Warten in ihnen ist, sie schla-fen ein, und weil sie kein Oel haben, so brennenihre Lampen nicht. Aber auch die Klugensind eingeschlafen. Auf die Braut selbstgeht das nicht. Denn auf sie gilt, was JEsusLuc. 16, 7. sagt: sollte Gott nicht auch errettenSeine Auserwählten, die zu Ihm Tag und Nachtrufen (demnach schlafen sie nicht) und sollte Gedulddarüber haben? Und O ffe n b. 22, 17. heißt es:der Geist und die Braut sprechen: Komm! Die