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Die Zukunft des Herrn : Belehrungen aus Matthäi 24. und 25. verglichen mit den Zeichen der Zeit
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Kirchenhaupt, Röhr in Weimar, hat ein neuesGlaubens-Bekenntniß aufgestellt, das jeder Türkeunterschreiben könnte. Dieser Mann hat frei her-ausgesagt , so lange der Geistliche kein General-pächters-Vermögen besitze, könne man ihm nichtzumuthen, sein Amt aufzugeben, auch wenn seinGlaube von dem der Kirche und seiner Gemeindeganz verschieden sey. Ebenso läßt sich von derüberwiegenden und herrschenden Mehrzahl der Geist-lichkeit in mehreren Ländern entschieden behaupten,daß sie von der alten Kirchen- und der reinenSchrift-Lehre abgefallen sey. So in Baden, (woman vor nicht langer Zeit die Geistlichkeit aufAusrottung des Pietismus dringen sah), in Dä-nemark, Braunschweig, Ungarn und im protestan-tischen Oesterreich überhaupt, in mehreren sächsi-schen Ländern, in mehreren Cantonen der Schweiz,namentlich der östlichen, dann besonders Genf,wo kürzlich bei der Rcformations-Feier entschie-den rationalistische Grundsätze gepredigt und alshauptsächliche Frucht der Reformation die politischeFreiheit gepriesen wurde. In Cassel (Haupt-stadt von Hessen) aber haben 115 Bürge? im Na-men einer ganzen Gemeinde erklärt (im Jahr1835): ihr (evangelischer) Prediger Lange seyein Jrrlehrer, weil er lehre, daß der Menschdurch seine Werke die Seligkeit nicht verdienenkönne, durch welche Lehre GOtt zu einem willkür-lichen Despoten, der Mensch, das Ebenbild GOt-tes auf Erden, zu einem Wurm herabgewürdigtwerde. Wie diese Gemeinde, so verwarf auch die Ge-meinde in Braunschweig ihren evangelischen Pre-