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Kurzgefaßte Beschreibung des Mondes : Ein Auszug aus der größeren Selenographie
Entstehung
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liegenden Giptel 6133 Puls Höhe erreicht, quer hintibersehen. Weitersüdlich ist zwar noch Ebene, aber die graue Farbe hört auf, denn allesgeht in die hellen Lichtstreifen über, und die beiden Hauptmeere diesesQuadranten enden also fast unter gleicher Breite, so dafs weiter süd-lich, mit Ausnahme des wenig augenfälligen, am äufsersten Rande liegen-den Mare Australe alles helleres Bergland ist.

§. 136.

Zwischen dem Mare Foccunditatis und Nectaris erstreckt sich einKettengebirge von ansehnlicher Höhe, dem mehrere Ringgebirge zur Seiteliegen. Diesem Gebirge haben wir die Benennung Pyrenäen gegeben;sein höchster Gipfel ragt 11180 Fufs empor. Er liegt am westlichenRande einer hohen breiten Masse, mit welcher im N. das irreguläre Iling-gebirge Guttenberg zusammenhängt. Er ist cinigermafseu bimförmiggestaltet und ansehnlich tief. Der südlicher liegende Theil des Pyre-näengebirges ist gleichfalls eine breite Plaleaumasse mit einem steilen Ost-rande, aber hier liegt der höchste Punkt nur 6024 Fufs über dem MarcNectaris. Nur 5 Meile von diesem steilen Hange entfernt, erhebt sichdas Ringgebirge Bohnenberger von wenig erheblicher Tiefe (etwa1500 Fufs) aber strenger Kreisform. Südlich neben ihm ein ähnliches,nur noch flacheres und schwer sichtbares, dessen Inneres eine schwacheBeule bildet.

Der westliche Theil dieser hellen Landschaft, der gegen das MareFoecnnditatis vorspringt und seine Verengerung bildet, enthält noch graueVertiefungen und wird dadurch im Vollmonde, seinen Einzelnheiten nachnoch unterscheidbar. Die ganze Gegend hat fast eine Dreiecksform. Hierliegen Colombo 0, sehr unregelmäfsig, mit drei Central bergen: sein Wallan einigen Stellen doppelt und selbst dreifach, im O. 7542 Fufs hoch;ferner der kleinere und weniger vertiefte Magelhacns, endlich CookQ,kreisförmig und wenig steil, auch nur 2950 Fufs tief; wogegen das klei-nere südlich gelegene Ringgehirge gegen 7200 Fufs tief und beträchtlichsteil ist.

§. 137.

Alles was in diesem Quadranten noch weiter gegen den Südpolzu liegt, ist nur in der Nähe der Lichtgrenze kenntlich. In hoher Be-leuchtung, und besonders im Vollmonde, findet man zwar zwischen denLichtstreifen eine grofsc Zahl heller Punkte, aber nicht einer derselben istmit einem der gröfscrcn Ringgebirge identisch: sie gehören zum TheilBergköpfen oder Cratern an, viele sind ganz unbestimmbar. Von einigenwenigen, wie Piccolomini, Lindenau, Stevinus, Fabricius, findet mau zwarmit grofser Anstrengung nnd bei genauer Ortskenntnis einige schwacheSpuren; von den meisten, und grade den gröbsten und der Höhe nachmächtigsten, wie Petavius, Stöfler, Licetus, auch selbst diese nicht. Pe-tavius in schräger Beleuchtung gehört zu dem prachtvollsten und großar-tigsten, was man auf dem Monde sehen kann, cs ist unmöglich etwas