Abhängen, und ihr Inneres ist völlig eben. Dagegen ist zwischen Casa-tus und dem Rande ein dichtes Gedränge von solchen Ringwällen, die zuähnlichen Tiefen abstürzen. Newton ist vielleicht das tiefste Ringge-birge des Mondes. Trotz der grofsen Schwierigkeit war es doch zu in-teressant, etwas Näheres über dieses Riesengebilde zu erfahren, es warddaher bei möglichst günstiger Libration und Beleuchtung ein Versuch mitdem unter 70° 40' N.B. und 12° 20' Ö.L. vorspringenden Wallgipfel ge-macht; das Resultat ist:
1S34 April 19. S !l 12' Erleuehtungswinkel auf dem Berge.9° 44'
- - am Ende des Schattens. 8 13
Höhenunterschied. 22363 Fufs.
Zugleich gehört Newton zu den gröfsten dieser Gebilde, dean seiueLänge beträgt 31 Meilen, seiue Breite 15 Meilen. Er ist übrigens sehrunregelmäßig geformt und in seinem Innern mufs cs (allem Anschein nach)viele Stellen geben, welche weder die Erde noch die Sonne jemals erblicken.
§. 120 .
Den Südpol des Mondes können wir nur selten sehen. In ge-wöhnlicher Lage (wenn er nicht ganz abgewandt ist) verdeckt ihn unsdas Ringgebirge Malapert durch seinen hohen Wall, da grade hier, etwa10 Meilen vom Pole, ein starker Gipfel steht, über den wir nur hinweg-sehen können, wenn die nördliche Breite des Mondes auf 4° unddarüber steigt. Die Tiefe des nahen Cabeus giebt wahrscheinlich derdes Newton nichts nach.
Wenn der Mon'd nur etwa 30° von der Sonne steht, also nur si-chelförmig erscheint, so zieht sich vom Pole aus 6 — 8 Mondgrade weiteine Kette von Lichtinseln fort: Gebirgsspitzen, welche die Sonne erleuch-tet während die Tliäler in Nacht und Dämmerung liegen, und deren gröfs-ter Theil ewigen Sonnenschein geniefst.
Mit diesen Bergkolossen verglichen, mufs die Nordpolsgegend, ob-gleich auch dort Höhen von 9000 Fufs Vorkommen, fast als eben betrachtetwerden. Sie zeigen sich auch im wirklichen Vollmonde, wenn alle Schat-ten verschwunden sind, zum Theil als Randgebirge, welche die Kugel-form des Mondes sehr stark beeinträchtigen. Diese Randgebirge kannman zwar auch einigermaßen messen, doch nur durch genaue Bestimmungdes llandprofds, daher hier weit größere Fehler möglich sind. Schröterfand die höchsten etwa eine deutsche Meile hoch: wir haben ähnlicheResultate erhalten, z. B. für einen dieser Berge am 12. Juli 1832 umMitternacht lj§ 5 Meile; am folgenden Abend für denselben Meile;Durchschnitt 23300 Fuß.
§. 131 .
Von sehr ähnlicher Beschaffenheit sind nun auch die übrigen indieser Gegend gelegenen größeren Ringgebirge, Short, Moretus, Bian-canus, Scheinei-, Gruemberger, Cysatus. Besonders zeichnet sichMoretus bei Sonnenaufgang durch den ungemein reichen und prachtvollen
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