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Kurzgefaßte Beschreibung des Mondes : Ein Auszug aus der größeren Selenographie
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tcn 23 Craler. Daslnnere hat sehr ungleiche Färbung: einzelne Stellen gelie-ren zu den dunkelsten der MondHäche, andre sind fast eben so hell als dieumgebenden Berge; cs enthält auch mehrere Crater. Drebbel 0 liegtnahe bei Scliickard in einer Gegend, wo aller Zusammenhang der Gebirgeaufhürt und die Thalschluchten nach allen Seiten hindurchziehen. Pho-cylides ist dem Scliickard ähnlich, aber sein llinggebirge weniger zerklüf-tet: ein Querwall theilt ilm in zwei Flächen von ungleichem Niveau.Östlich neben ihm Wargentin, eine streng kreisförmige Hochfläche von11^ Meilen Durchmesser, fast wie das runde Piedestal eines Denkmals aus-sehend. Ein Wall zieht allerdings herum, aber er fällt nach innen kaumeinige hundert Fufs, nach aufsen etwa 1400 ab. So glatt und eben auchdie Hochfläche zu sein scheint, so kann man doch, aber nur in höchstseltenen günstigen Momenten, wellenförmige Unebenheiten auf derselbenerblicken. Noch weiter östlich, in einer ungewöhnlich craterreichcn Ge-gend, liegt Inghirami, der sehr tief (gegen 12000 Fufs) sein mufs, aberbei seiner Lage schwer zu messen ist. Was noch näher dem Rande zuliegt, ist sehr schwierig zu erkennen und erfordert jedenfalls starke opti-sche Hülfsmiitcl.

§ 119.

Von Phocylides gegen den Südpol hin zeigt sich eine Reihe vonRinggebirgen, die an Gröfse und sonstiger Beschaffenheit einander sehrähnlich sind, deren Beobachtung aber schon grofse Schwierigkeiten hat:Sega er, 10 Meilen im Durchmesser und 7000 Fufs tief; Weigel ihmzur Seite, kleiner und sehr schroff abstürzend; Zuchius Q, 10130 Fufstief; Bettinus, noch tiefer (vom Ostwalle abwärts 12480 Fufs) mit einemder höchsten Centralberge, der zwei Gipfel zeigt; Kircher, der tiefstevon allen, 16644 Fufs unter seinem Südostrande und 13830 Fufs unterdem westlichen Gipfel, ohne Centralberg; endlich der unregelmäfsige12900 Fufs tiefe Wilson. Die ganze Landschaft, besonders vom Betti-nus an, ist ungeheuer wild und schroff: Höhen-Unterschiede von 10000 F.scheinen hier ganz gewöhnlich zu sein und dabei häufen sich näher demSüdpole zu die Crater dergestalt, dafs man es bald aufgiebt sie zu zählen.Ganz unerwartet war es uns, in diesem chaotischen Gewirr doch noch(am 21. März 1834) zwischen Wilson und Scheiner eine etwa 4 Meilenlange Rille zu entdecken.

Noch weit gröfsere Tiefen zeigen sich in den südlich von Wilsondem Pole zu gelegenen Gegenden. Leider sind Messungen der Höhen hierkaum mehr möglich, allein auch ohne diese überzeugt man sich durchdie breiten Schatten, die selbst im Vollmonde nicht verschwinden, wennder Mond nördliche Breite hat, dafs nirgend auf dem Monde so riesenmä-fsige Hohen und Tiefen Vorkommen als hier. Der westliche domförmigeGipfel des Casatus fand sich am 19. April 1834 Abends 8 Uhr 21415 F.über der Tiefe; der Erleuchtungswinkel war 7° 19'; die andern Punkteseines Walles variiren zwischen 15000 und 19000. Der 8142 Fufs tiefeKlaproth, der an Casatus grenzt, gehört hier noch zu den sanfteren