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waffnete Auge das malte Licht überglänzt und verlöscht. Drei bis fünfTage vor und nach dem Neumonde wird man es hiernach im Durchschnittam besten wahrnehmen, wiewohl hier noch vieles von der Jahrszeit, sowie von der Lage des Mondknotens abhängt. Für unsre (mitteleuropäi-schen) Breiten wird man dieses Licht am besten im März und Aprilnach dem Neumonde Abends, so wie im September und Oktobervor dem Neumonde Morgens erblicken. In beiden Fällen ist nämlich dieDeklination des Mondes um ein Beträchtliches nördlicher als die der Sonne,der Mond verweilt also längere Zeit über dem nächtlichen Horizontals aufserdem geschähe, der die Mondsichel umgebende Theil des Himmelsseigt sich in grüfserer Dunkelheit, und man siebt folglich das Phä-nomen deutlicher. Hat aufserdem der Mond um diese Zeit eine starkenördliche Breite, so werden sich diese Umstände noch etwas günstigergestalten. In den entgegengesetzten Lagen hingegen, also im FrühlingeMorgens und im Herbste Abends wird man, zumal bei südlichen Mond-breiten, das Phänomen meistens vergebens suchen, eben so gröfstentbeilsim Sommer,
§. 64.
In diesem Schimmer erkennt man durch Hülfe des Fernrohrs meh-rere lichte und dunklere Stellen, und überzeugt sich leicht, dafs es die-selben sind, welche auch im Vollmonde sich als lichtere und dunklereFläclienstrichc auszeichnen. Nur wird, um in diesem matten Schimmernoch wahrnehmbar zu sein, ein nicht zu geringer Durchmesser der hellemPunkte, und eine beträchtliche Verschiedenheit des Holligkeitsverhällnissesgegen die angrenzenden dunklen Parthien erfordert. Besondre Eigeuthüm-lichkeiten sind an keinem dieser Flecke wahrzunchmen. Beachtenswerlhist jedoch eine von Schröter gemachte Bemerkung. Er glaubt wahrge-nommen zu haben, dafs man dieses Eicht, abgesehen von andern Umstän-den, lebhafter vor als nach dem Neumonde glänzen sehe, also z. B.besser im Herbste Morgens, als im Frühlinge Abends, und vermuthet,dafs der verschiedne Reilex des Sonnenlichts von den Rändern oder Mee-ren der Erde die Ursache sei. Es ist nämlich wohl aufser Zweifel gesetzt,und alle Beobachtungen harmoniren damit, dafs dieses Licht kein anderesals derErdschein sei, der den Mond in ähnlichcrWeise wie der Mond-schein die Erde trifft, nur viel stärker, da die Erdschcibe 14mal gröfserist, Indefs läfst sich nicht sofort behaupten, dafs das Licht selbst auch14mal stärker sein werde, da die lleilexionsfähigkcit sowohl der Erd-und Mondobcrlläche im Ganzen, als auch der einzelnen Theile derselbenunter sieh, sehr verschieden sein kann, ganz abgesehen davon, dafs Wol-kenzüge den Anblick der Erde vom Monde aus stellenweise trüben müssen,Insbesondere aber werden Conlinente stärker als Oceane, Sandwüstengrofse Hochflächen, Steppen u. dgl. stärker als Wälder, Wiesen undSümpfe; schneebedeckte Flächen stärker als Moorboden u. s. w. das Son-nenlicht reilcktiren. Steht nun der Mond (in Mittel- und Westeuropa)Morgens am Oslliimmel, SQ bat er die grofseu Conlinente Asien und Afrika