weis dem Anscheine nach spiegelglatt, wie iin Plato, Archimedes und demöstlichen Theile des Stöiler, häufiger aber auf die mannichfachste Weiseunterbrochen durch einzelne Berge, Bergketten, Bergadern, gröfsere undkleinere Crater, wie llipparch. Fast alle weichen von der strengen Kreis-form mehr oder weniger ab; bei einigen, wie Sasseridcs, Orontius, Sa-crobosco, zeigt sie sich Weniger im Ganzen als in den einzelnen Theilenwelche, verschiedenen Krümmungshalbmessern angehörend, in einander-gegriffen haben, und so ein zusammenhängendes Gebilde darstellen.
Die Ungleichheiten auf dem Hauptrücken des Walles scheinen zwar,wenn man nur flüchtig beobachtet, nicht merklich hervorzutreten, viel*-mehr der Wall in ziemlich gleicher Höhe und Breite fortzuziehen. Beischärferer Untersuchung, besonders wenn man zur Zeit der schrägen Be-leuchtung die Form der Schatten verfolgt, oder noch besser beim Sonnen-Auf- und Untergange über einer solchen Gegend den Moment wahrnimmt,wo sich der Rücken in einzelne Lichtpunkte auflöst, überzeugt man sichin den meisten Fällen vom Vorhandensein sehr bedeutender Unterschiede,am meisten, wo die Wallebene mit der einen Seite ein Gebirg oder Hoch-land, mit der andern das Mare berührt. In solchen Fällen zeigt sich zu-weilen an der letztem Seite eine Art von Thor, tlieils als, enge Pafshöhe,Schluchten- oder sattelartig (wie bei Posidonius und Endyinion) theilsweit und bis zur Sohle vertieft, wie sie besonders häufig aus einer Wall-ebene in die angrenzende führen. Ja bei einigen fehlt auf diese Weiseein Sechstel, Viertel, Drittel des ganzen Kreises, wie bei Fracastor undLetronne, obwohl sich in solchen Fällen gewöhnlich doch eine schwacheSpur des fortgesetzten Walles in einzelnen Hügeln mühsam erkennen läfst.Durch diese Übergänge hängt die Wallebene mit denjenigen Formen zu-sammen, die meerbusenartig, als Nebentheile grauer Flächen, in die be-nachbarten Gebirge eiudringen, wie Lemonnier beim Taurus, oder derprachtvolle Sinus Iridum, der sich bei einer sehr beträchtlichen Gröfsedoch ziemlich streng an die Kreisform hält.
Man findet zwar Wallebenen in allen Mondgegenden, doch am häu-figsten und grandiosesten in der südlichen Halbkugel, wo sie an einigenStellen so dicht gedrängt Vorkommen, dafs die Kreisform nothgedrungenin eine mehr polygonale übergegangen ist. Namentlich lassen sich aufdem Monde mehrene Reihen von Wallebencn verfolgen, welche sämmt-lich den Meridianen folgen und in denen die einzelnen Glieder entwe-der unmittelbar, oder durch verbindende Gebirgsrücken Zusammenhängen.Unter ihnen ist diejenige Reihe, die von Hipparch und PtolemäUs bis indie Nähe des Tycho fortzieht, und das Mare Nubium von den Gebirgs-landschaften des südwestlichen Quadranten trennt, die ansehnlichste undam besten sichtbare; man erkennt sie zur Zeit des ersten und letztenViertels schon in der schwächsten Vergröfserung eines Taschenfernrohrs,und sie veranlafst nebst dem Apenninengebirge, die bedeutendsten der Un-gleichheiten, die man um diese Zeit an der Lichtgränze des Mondes be-merkt. Selbst noch am äufsersten Ost- und Westrande kann man solcheReihen unterscheiden, — Im Norden und Osten, wo sich die großen
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