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stcn Messungen keino ergeben, uml dia theoretischen Untersuchungen rüh-ren unter iler Voraussetzung, ilafs der Mond anfangs weich oder ilüssiggewesen, ebenfalls auf eine so geringe Verschiedenheit der Axen, dafs siegegen die einzelnen Unebenheiten gänzlich verschwindet. Der Umfang die-ser Kugel beträgt 1470^ solcher Meilen, als der Erdumfang 5100 hat; ihrDurchmesser 4GSf. Man kann also den Durchmesser etwa mit der Breitedes europäischen Festlandes, von N. nach S. gemessen, den Umfang mitder grölslen Länge Asiens, und die gesammte Oberlläche mit der Ame-rikas vergleichen. Ihr körperlicher Inhalt ist 49^; mal kleiner als der In-halt der Erdkugel.
Er erscheint uns in mittlerer Entfernung unter einem Winkel von31 Min. 3'Sek.; kann aller bis 33' 30" zunehmen und sich bis 29' 22"vermindern. Seine Masse ist dagegen nur der SS. Theil der Erdmasse,wie Lindenau gefunden hat; da nun dies nur derjenigen Masse ist,welche der Mond haben müfsle wenn seine Dichtigkeit der der Erde gleichwäre, so ist auch diese Dichtigkeit nur f, wenn die der Erde 1 gesetztwird. Nach Cavcndish und Reich'.i Versuchen aber ist die Erde5 J mal schwerer, als ein gleich grofser Wasserkörper sein würde, derMond also etwa 3 mal schwerer als Wasser.
Aus diesen Verhältnissen folgt weiter, dafs ein Körper, der aufder Erde in 1 Sekunde 15 Par. Fufs fällt, auf dem Monde nur 2f Fufsherabsinkt, dafs er, um von der gleichen Höhe hcrabzufallen, 2i mal mehrZeit als hier gebraucht, und mit einer 2| mal geringeren Geschwindigkeitauf dem Boden ankommt; dafs ein Körper mit gleichen Kräften auf demMonde Ci mal höher und Ci mal weiter geworfen werden kann als aufder Erde; dafs das Sekundenpendel, statt 3 Fufs — Zoll 10 Linien wiebei uns, nur 5 Zoll 9 Linien Länge habe; und dafs man, um dort einenCcntner zu heben, nicht mehr Kraft gebrauche als für 17 11 Last aufder Erde. Alle Bewegungen erfordern dort geringere Anstrengung, undnamentlich ist das Ersteigen steiler Berge nicht allein leichter, sondernauch gefahrloser als bei uns, wenn man alle übrigen Umstände gleichsetzt.
§. 17.
Der Mond dreht sich um seine Axe in derselben Zeit, in welcherer sich um die Erde bewegt, wobei nur der Unterschied stattfmdet, dafsdiese Umdrehung ganz gleichförmig, seine Umlaufsbewegung aber,wie oben erwähnt, sehr ungleichförmig vor sich geht. Die Ebene seinesÄquators hat gegen die Erdbahn eine unveränderliche Neigung, die 1° 29'beträgt. Aber die Knoten dieser Ebene sind eben so veränderlich, wiedie Knoten der Balm, mit denen sie auch stets zusammenfallen, und zwarder ansteigende des Äquators mit dem niedersteigenden der Bahn.
Wäre also der Umlauf eben so gleichförmig als die Umdrehung,und fielen die Neigungen der Mondbahn und des Mondäquators gegen dieEkliptik hiirweg, so würden wir von der Erde aus stets genau dieselbeSeite sehen, was die Beobachtung und richtige Darstellung dieser Seitesehr erleichtern müfstc. Unter den angeführten Umständen aber ist dies