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1 (1845)
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Organismus sich die Geschicke der Völker ahnungsvoll ab-spiegeln, steht am nächsten dem Gebiet der Stammverwandt-schaft; und was selbst kleine Stammverschiedenheiten her-vorzurufen vermögen, lehrt uns in der Blüthe geistigerEultur die hellenische Welt. Die wichtigsten Fragen derBildungSgeschichte der Menschheit knüpfen sich an die Ideenvon Abstammung, Gemeinschaft der Sprache, Unwandel-barkeit in einer ursprünglichen Richtung des Geistes unddes Gemüthes.

So lange mau nur bei den Ertremen in der Varia-tion der Farbe und der Gestaltung verweilte und sich derLebhaftigkeit der ersten sinnlichen Eindrücke hingab, konnteman allerdings geneigt werden die Racen nicht alsbloße Abarten, sondern als ursprünglich verschiedeneMenschenstämme zu betrachten. Die Festigkeit gewisser Typenmitten unter der feindlichsten Einwirkung äußerer, beson-ders klimatischer Potenzen schien eine solche Annahme zubegünstigen, so kurz auch die Zeiträume sind, aus denenhistorische Kunde zu uns gelangt ist. Kräftiger aber sprechen,auch meiner Ansicht nach, für die Einheit des Men-schengeschlechts die vielen Mittelstufen^ der Hautfarbeund des Schädelbaues, welche die raschen Fortschritte derLänderkenntniß uns in neueren Zeiten dargeboten haben,die Analogie der Abartung in anderen wilden und zahmenThierclassen, die sicheren Erfahrungen, welche über dieGrenzen fruchtbarer Bastarderzeugung ^ haben gesammeltwerden können. Der größere Theil der Kontraste, die manehemals hatte zu finden geglaubt, ist durch die fleißigeArbeit Tiedemann's über das Hirn der Neger und derEuropäer, durch die anatomischen Untersuchungen Vrolik's