Naturgemälde.
Allgemeine Uebersicbt der Erscheinungen.
Wenn der menschliche Geist sich erkühnt, die Materied. h. die Welt physischer Erscheinungen, zu beherrschen,wenn er bei denkender Betrachtung deS Seienden die reicheFülle des Naturlebens, das Walten der freien und dergebundenen Kräfte zu durchdringen strebt; so fühlt er sichzu einer Höhe gehoben, von der herab, bei weit hinschwin-dendem Horizonte, ihm das Einzelne nur gruppenweisevertheilt, wie umflossen von leichtem Dufte erscheint. Dieserbildliche Ausdruck ist gewählt, um den Standpunkt zu be-zeichnen, auö dem wir hier versuchen das Universum zubetrachten und in seinen beiden Sphären, der himmlischenund der irdischen, anschaulich darzustellen. Das Gewagteeines solchen Unternehmens habe ich nicht verkannt. Unterallen Formen der Darstellung, denen diese Blätter gewidmetsind, ist der Entwurf eines allgemeinen Naturgemäldcsum so schwieriger, als wir der Entfaltung gestaltenreicherMannigfaltigkeit nicht unterliegen, und nur bei großen,in der Wirklichkeit oder in dem subjectiven Jdeenkreise