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1 (1845)
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Fortschritten der Pflanzengeographie mannigfaltigen Nutzengezogen. Die Krümmungen der Isothermen, besonders dieder isochimenen, offenbaren sich in den Grenzen, welchegewisse Pflanzen- und nicht weit wandernde Thierartengegen die Pole zu, wie gegen den Gipfel schneebedeckterGebirge, selten übersteigen. Das Elennthier z. B. lebt inder scandinavischen Halbinsel fast zehn Grad nördlicherals im Innern von Sibirien, wo die Linie gleicher Winter-wärme so auffallend concav wird. Pflanzen wandernim Ei. Der Saamen vieler ist mit eigenen Organen zurweiten Luftreise versehen. Einmal angewurzelt, sind sieabhängiger vom Boden und von der Temperatur der Luft-schicht, welche sie umgiebt. Thiere erweitern nach Will-kühr ihren Verbreitungsbezirk von dem Aequator gegen diePole hin: da vorzüglich, wo die Isotherm sich wölbenund heiße Sommer auf eine strenge Winterkälte folgen.Der Königstiger, von dem ostindischen gar nicht verschie-den, streift jeden Sommer im nördlichen Asten bis in dieBreite von Berlin und Hamburg, wie Ehrenberg und ichan einem anderen Orte entwickelt haben. ^

Die Gruppirung oder Association der Gewächsartcn,welche wir Floren (Vegetationsgebiete) zu nennen ge-wohnt sind, scheint mir, nach dem, was ich von derErde gesehen, keinesweges das Vorherrschen einzelnerFamilien so zu offenbaren, daß man berechtigt sein könnteReiche der Umbellaten , Solidago - Arten, Labiaten oderScitamineen geographisch aufzustellen. Meine individuelleAnsicht bleibt in diesem Punkte abweichend von der Ansichtmehrerer der ausgezeichnetsten und mir befreundeten Bota-niker Deutschlands. Der Charakter der Floren in den