Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
86
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das Organ der - Weltanschauung. Die Erfindung deStelescopischcn Sehens hat seit drittehalb Jahrhunderten denspäteren Generationen eine Macht verliehen, deren Grenzenoch nicht erreicht ist. Die erste und allgemeinste Betrach-tung im Kosmos ist die des Inhalts der Welträume,die Betrachtung der Vertheilung der Materie, deS Ge-schaffenen, wie man gewöhnlich das Seiende und Wer-dende zu nennen pflegt. Wir sehen die Materie theils zurotirenden und kreisenden Weltkörpern von sehr verschiedenerDichtigkeit und Größe geballt, theils selbstleuchtend dunst-förmig als Lichtnebel zerstreut. Betrachten wir zuerst dieNebelflecke, den in bestimmte Formen geschiedenen Weltdunst,so scheint derselbe in steter Veränderung seines Aggregat-Zustandes begriffen. Er tritt auf, scheinbar in kleinenDimensionen, alö runde oder elliptische Scheibe, einfachoder gepaart, bisweilen durch einen Lichtfaden verbunden;bei größerem Durchmesser ist er vielgestaltet, langgestreckt,oder in mehrere Zweige auslaufend, als Fächer oder scharfbegrenzter Ring mit dunklem Inneren. Man glaubt dieseNebelflecke mannigfaltigen, fortschreitenden Gestaltungs-Processen unterworfen, je nachdem sich in ihnen der Welt-dunst um einen oder um mehrere Kerne nach Attractions-Gesetzen verdichtet. Fast drittehalbtausend solcher unauf-löslichen Nebelflecke, in denen die mächtigsten Fernröhrekeine Sterne unterscheiden, sind bereits aufgezählt und inihrer örtlichen Lage bestimmt worden.

Die genetische Entwickelung, die perpetuirliche Fort-bildung, in welcher dieser Theil der Himmelöräume begriffenscheint, hat denkende Beobachter auf die Analogie orga-nischer Erscheinungen geleitet. Wie wir in unfern Wäldern