Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
51
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ZI

Geognosie und vergleichenden Geographie oder Erd-beschreibung zu schildern, wollen wir zunächst bei demtellurischen (irdischen) Theile der physischen Weltbeschrci-bung verweilen. So wenig als die Geschichte der Philo-sophie in einer rohen Aneinanderreihung verschiedenartigerphilosophischer Meinungen besteht, eben so wenig ist dertellurische Thcil der Weltbeschreibung ein encyclopädischesAggregat der oben genannten Naturwissenschaften. DieGrenzverwirrungen zwischen so innigst verwandten Disci-plinen sind um so größer, als seit Jahrhunderten man sichgewöhnt hat, Gruppen von Erfahrungskenntnissen mitNamen zu bezeichnen, die bald zu eng, bald zu weit fürdas Bezeichnete sind, ja im klassischen Alterthume, in denSprachen, denen man sie entlehnte, eine ganz andere Be-deutung als die hatten, welche wir ihnen jetzt beilegen.Die Namen einzelner Naturwissenschaften, der Anthropo-logie, Physiologie, Naturlehre, Naturgeschichte,Geognosie und Geographie, sind entstanden und all-gemein gebräuchlich geworden, bevor man zu einer klarenEinsicht über die Verschiedenartigkeit der Objecte und ihremöglichst strenge Begrenzung, d. i. über den Eintheilungs-grund selbst, gelangt war. In der Sprache einer der ge-bildetsten Nationen Eurvpa's ist sogar, nach einer tief ein-gewurzelten Sitte, Physik kaum von der Arzneikunde zutrennen, während daß technische Chemie, Geologie undAstronomie, ganz empirisch behandelt, zu den philosophi-schen Arbeiten stransaetionsj einer mit Recht welt-berühmten Akademie gezählt werden.

Umtausch alter, zwar unbestimmter, aber allgemein ver-ständlicher Namen gegen neuere ist mehrfach, aber immer mit