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gründet sich auf den glänzenden Zustand der Naturwissen-schaften selbst, deren Reichthum nicht mehr die Fülle, son-dern die Verkettung des Beobachteten ist. Die allgemeinenResultate, die jedem gebildeten Verstände Interesse einflö-ßen, haben sich seit dem Ende des 18ten Jahrhunderts wunder-voll vermehrt. Die Thatsachen stehen minder vereinzelt da;die Klüfte zwischen den Wesen werden ausgefüllt. Wasin einem engeren Gesichtskreise, in unserer Nähe, demforschenden Geiste lange unerklärlich blieb, wird oft durchBeobachtungen aufgehellt, die auf einer Wanderung in dieentlegensten Regionen angestellt worden sind. Pflanzen-und Thier-Gebilde, die lange isolirt erschienen, reihen sichdurch neu entdeckte Mittelglieder oder durch Uebergangsformenan einander. Eine allgemeine Verkettung, nicht in ein-facher linearer Richtung, sondern in netzartig verschlungenemGewebe, nach höherer Ausbildung oder Verkümmerunggewisser Organe, nach vielseitigem Schwanken in der rela-tiven Uebermacht der Theile, stellt sich allmälig dem for-schenden Natursinn dar. Schichtungs - Verhältnisse vontrachytartigem Syenit-Porphyr, von Grünstein und Ser-pentin, die im gold- und silberreichen Ungarn, oder imPlatin-Lande des Urals, oder tiefer in Asien, im südwest-lichen Altai zweifelhaft blieben, werden durch geognostischeBeobachtungen in den Hochebenen von Merico und Antio-guia, in den Flußthälern des Choco unerwartet aufgeklärt.Die Materialien, welche die allgemeine Erdkunde anwen-det, sind nicht zufällig aufgehäuft. Unser Zeitalter erkennt,nach der Tendenz, die ihm seinen individuellen Charaktergiebt, daß Thatsachen nur dann fruchtbringend werden, wennder Reilende den dermaligen Zustand und die Bedürfnisse
sc v, Humboldt, Kosmos I, 3