physischen Weltbeschreibung, wie ich mir dieselbe begrenze,erreichen kann, ist nur die, welcher sich geschichtliche Dar-stellungen zu erfreuen haben. Einzelheiten der Wirklichkeit,sei es in der Gestaltung oder Aneinanderreihung der Natur-gebilde, sei es in dem Kampfe des Menschen gegen dieNaturmächte, oder der Völker gegen die Völker, alles, wasdem Felde der Veränderlichkeit und realer Zufälligkeit an-gehört, kann nicht aus Begriffen abgeleitet (construirt)werden. Weltbeschreibung und Weltgeschichte stehen daherauf derselben Stufe der Empirie; aber eine denkende Be-handlung beider, eine sinnvolle Anordnung von Natur-erscheinungen und von historischen Begebenheiten durchdringentief mit dem Glauben an eine alte innere Notwendigkeit,die alles Treiben geistiger und materieller Kräfte, in sichewig erneuernden, nur periodisch erweiterten oder verengtenKreisen, beherrscht. Sie führen (und diese Notwendigkeitist das Wesen der Natur, sie ist die Natur selbst in beidenSphären ihres Seins, der materiellen und der geistigen)zur Klarheit und Einfachheit der Ansichten, zu Auffindungvon Gesetzen, die in der Erfahrungs-Wissensch a stals das letzte Ziel menschlicher Forschung erscheinen.
Das Studium jeglicher neuen Wissenschaft, besonderseiner solchen, welche die ungemessenen Schöpfungökreise,den ganzen Weltraum umfaßt, gleicht einer Reise in ferneLänder. Ehe man sie in Gemeinschaft unternimmt, fragtman, ob sie ausführbar sei; man mißt seine eigenen Kräfte,man blickt mißtrauisch auf die Kräfte der Mitreisenden,in der vielleicht ungerechten Besorgniß, sie möchten lästigeZögerung erregen. Die Zeit, in der wir leben, vermindertdie Schwierigkeit des Unternehmens. Meine Zuversicht