Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
22
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unerkanntes schließen; denn die Natur ist, wie EaruS "trefflich sagt, und wie daö Wort selbst dem Römer und demGriechen andeutete,das ewig Wachsende, ewig im Bildenund Entfalten Begriffene". Der Kreis der organischenTypen erweitert sich, je mehr die Erdräume auf Land- undSeereisen durchsucht, die lebendigen Organismen mit denabgestorbenen verglichen, die Mikroskope vervollkommnetund verbreitet werden. In der Mannigfaltigkeit und imperiodischen Wechsel der Lebensgebilde erneuert sich unab-lässig das Urgeheimniß aller Gestaltung, ich sollte sagen,das von Göthe so glücklich behandelte Problem der Meta-morphose, eine Lösung, die dem Bedürfnis« nach einemidealen Zurückführen der Formen auf gewisse Grundtypcnentspricht. Mit wachsender Einsicht vermehrt sich das Ge-fühl von der Unermeßlichkeit des Naturlebens; man erkennt,daß auf der Feste, in der Lusthülle, welche die Feste um-giebt, in den Tiefen des Oceans, wie in den Tiefendes Himmels , dem kühnen wissenschaftlichen Erobererauch nach Jahrtausenden, nichtder Weltraum fehlenwird ".

Allgemeine Ansichten des Geschaffenen (sei eS derMaterie, zu fernen Himmelskörpern geballt, sei es deruns nahen tellurischen Erscheinungen) sind nicht alleinanziehender und erhebender, als die speciellen Studien,welche abgesonderte Theile des Naturwissens umfassen;sie empfehlen sich auch vorzugsweise denen, die wenigMuße auf Beschäftigungen dieser Art verwenden können.Die naturbeschreibenden Disciplinen sind meist nur fürgewisse Lagen geeignet; sie gewähren nicht dieselbe Freudezu jeder Jahrszeit, in jedem Lande, das wir bewohnen.