Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
21
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in dm die Nebel-auflösende Kraft großer Fernröhre unsereEinbildungskraft tief und ahnungsvoll versenkt.

Einseitige Behandlung der physikalischen Wissenschaften,endloses Anhäufen roher Materialien konnten freilich zudem, nun fast verjährten Vorurtheile beitragen, als müßtenothwendig wissenschaftliche Erkenntniß das Gefühl erkäl-ten, die schaffende Bildkraft der Phantasie ertödten und soden Naturgenuß stören. Wer in der bewegten Zeit, inder wir leben, noch dieses Vorurtheil nährt, der verkennt,bei dem allgemeinen Fortschreiten menschlicher Bildung,die Freuden einer höheren Intelligenz, einer Geisteörich-tung, welche Mannigfaltigkeit in Einheit auflöst und vor-zugsweise bei dem Allgemeinen und Höheren verweilt. Umdies Höhere zu genießen, müssen in dem mühsam durch-forschten Felde specieller Naturformen und Naturerscheinun-gen die Einzelheiten zurückgedrängt und von dem selbst,der ihre Wichtigkeit erkannt hat und den sie zu größerenAnsichten geleitet, sorgfältig verhüllt werden.

Zu den Besorgnissen über den Verlust eines freienNaturgenusses unter dem Einfluß denkender Betrachtungoder wissenschaftlicher Erkenntniß gesellen sich auch die,welche aus dem, nicht Allen erreichbaren Maaße dieserErkenntniß oder dem Umfange derselben geschöpft werden.In dem wundervollen Gewebe des Organismus, in demewigen Treiben und Wirken der lebendigen Kräfte führtallerdings jedes tiefere Forschen an den Eingang neuerLabyrinthe. Aber gerade diese Mannigfaltigkeit unbetre-tener , vielverschlungener Wege erregt auf allen Stufendes Wissens freudiges Erstaunen. Jedes Naturgesetz, dassich dem Beobachter offenbart, läßt auf ein höheres, noch