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1 (1845)
Entstehung
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Kraft der Fernröhre nach den Monden des UranuS amäußersten Rande unseres Sonnensystems forscht, oder (wieHerschel, South und Struve) aufglimmende Lichtpunkte infarbige Doppelsterne zerlegt; dem eingeweihten Blick desBotanikers, welcher die Chara-artig kreisende Bewegung derSaftkügelchen in fast allen vegetabilischen Zellen, die Ein-heit der Gestaltung, das ist die Verkettung der Formen inGeschlechtern und natürlichen Familien, erkennt; ge-währen die Himmelsräume, wie die blüthenreiche Pflanzen-decke der Erde, gewiß einen großartigem Anblick, als demBeobachter, dessen Naturfilm noch nicht durch die Einsichtin den Zusammenhang der Erscheinungen geschärft ist.Wir können daher dem geistreichen Burke nicht beipflichten,wenn er behauptet, daßaus der Unwissenheit von denDingen der Natur allein die Bewunderung und daS Ge-fühl des Erhabenen entstehe."

Während die gemeine Sinnlichkeit die leuchtenden Ge-stirne an ein krystallenes Himmelsgewölbe heftet, erweiterrder Astronom die räumliche Ferne; er begrenzt unsere Wel-tengruppe, nur um jenseits andere und andere ungezählteGruppen (eine aufglimmende Jnselflur) zu zeigen. DaSGefühl des Erhabnen, in so fern es aus der einfachenNaturanschauung der Ausdehnung zu entspringen scheint,ist der feierlichen Stimmung des Gemüths verwandt, diedem Ausdruck des Unendlichen und Freien in den Sphärenideeller Subjectivität, in dem Bereich des Geistigen ange-hört. Auf dieser Verwandtschaft, dieser Bezüglichkeit dersinnlichen Eindrücke beruht der Zauber des Unbegrenz-ten, sei es auf dem Ocean und im Luftmeere, wo dieseseine isolirte Bergspihe umgiebt, sei es im Welträume,