Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
16
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das Ordnungsmäßige, Gesetzliche nicht bloß geahndet, son-dern vernunftmäßig erkannt wird, wo der Mensch, wie derunsterbliche Dichter" sagt:

sucht den ruhende» Pol in der Erscheinungen Flucht".

Um diesen Naturgenuß, der aus Ideen entspringt,bis zu seinem ersten Keime zu verfolgen, bedarf es nureines flüchtigen Blicks auf die Entwickelungsgeschichte derPhilosophie der Natur oder der alten Lehre vom Kosmos.

Ein dumpfes, schauervolles Gefühl von der Einheit derNaturgewalten, von dem geheimnißvollen Bande, welchesdas Sinnliche und Nebersinnliche verknüpft, ist allerdings(und meine eigenen Reisen haben es bestätigt) selbst wildenVölkern eigen. Die Welt, die sich dem Menschen durchdie Sinne offenbart, schmilzt, ihm selbst fast unbewußt,zusammen mit der Welt, welche er, inneren Anklängenfolgend, als ein großes Wunderland, in seinem Busen auf-baut. Diese aber ist nicht der reine Abglanz von jener;denn so wenig auch noch das Aeußere von dem Innerensich loszureißen vermag, so wirkt doch schon unaufhaltsam,bei den rohesten Völkern, die schaffende Phantasie und diesymbolisirende Ahndung des Bedeutsamen in den Erschei-nungen. Was bei einzelnen mehr begabten Individuensich als Rudiment einer Naturphilosophie, gleichsam alseine Vernunftanschauung darstellt, ist bei ganzen Stämmendas Product instinctiver Empfänglichkeit. Aus diesem Wege,in der Tiefe und Lebendigkeit dumpfer Gefühle, liegt zu-gleich der erste Antrieb zum Cultus, die Heiligung dererhaltenden, wie der zerstörenden Naturkräfte. Wenn nunder Mensch, indem er die verschiedenen Entwicklungsstufenseiner Bildung durchläuft, minder an den Boden gefesselt,