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Leitfaden für die Aktionäre der Leipzig-Dresdner Eisenbahn- Kompanie : zum Gebrauch bei Generalversamml.
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sucht werden müssen, so ist doch auch anderseits jeneTäuschung aus der Bescheidenheit unsrer Ansprüchehervorgegangen. Denn wir glaubten nicht an dengroßen Umfang, den der Verkehr auf unserer Eisenbahnerlangen könnte; wir dachten nicht ernsthaft an die Fort-setzung unscrs Schienenwegs bis zur Landesgrenze; dasBedürfniß eines zweiten Gleises, die aus umfänglicheinVerkehr nothwendig hervorgehende bedeutende Vermeh-rung der Transportmittel, lag unfern damaligen Vor-stellungen fern. Wir glaubten, bei der Benutzung derBahn durch einige Taufende Reisender und verhältniß-mäßig wenige Tausende von Centnern an Gütern undRohprodukten, würde ein Profil, wo das Steigerungs-verhältniß 1 zu 100 betrüge, hinreiche». Daß bei derunerläßliche» Veränderung des Profils auf 2 zu IVOsich die Kosten des Unterbaues und der Kunstarbei-ten um Millionen steigern müßten, daß aus diesemUmstände tiefe und lange Einschnitte in das Terrain,hohe und lange Dämme, lange und hohe Thalüber-brückungen, ein auszumauernder Tunnel von WO Ellen,theuerere Strombrücken und eine große Menge vertheucr-ter kleiner Brücken und Uebergänge, unausbleiblichhervorgehen würden, dafür fehlten in der That zu seuerZeit unsrer Beurtheiluug die nöthigsten Unterlagen. Aufdem Festlaude von Europa waren ja hierüber noch garkeine Erfahrungen von Belang einzusammeln gewesen.Wir hatten ja nur England als Vorbild, hielten fürunmöglich, daß unsere Eisenbahn-Frequenz der der dor-tigen nur annähernd ähnlich werden könnte, und schmei-chelten uns mit der Vorstellung, daß, da der Gcldwerth