2/»
Eine andere Störung kann durch ungleiche Lage» der Uhr bewirkt wer-den z so werden Uhren gewöhnlich etwa sechzehn Stunden in der Tasche getra-gen, und die übrige Zeit bleiben sie auf dem Tische liegen. Nur wofern es im-mer bei einer und derselben Eintheilung bleibt , kann man gleichförmigen Gangfordern.
Wir wollen nun die Art der Negulirungnäher besprechen. Hätte eine Taschenuhr z. B. in-nerhalb zweier Tage um vier Minuten accelerirt,so müßte der Regulator a (Fig. >/,) um beiläufigeinen Theilstrich gegen U hin geschoben werden,und umgekehrt gegeilt, wenn die Uhr retardirt-Ist dieß geschehen, und hat man es so dahin ge-bracht, daß sich der Gang innerhalb einer Wocheetwa um keine ganze Minute ändert, so lasseman den Regulator fortan unberührt, und richtebloß zuweilen die Zeiger, wenn der Fehler sichendlich zu sehr angehäuft. Beträgt der Fehlernoch etwas mehr, so muß man, übrigens mit größter Vorsicht und um sehrweniges, den Regulator in der angemessenen Richtung verstellen.
Die Wirkung des Regulators aber besteht darin, daß die Unruh-Federoder Spirale verkürzt wird, wenn man den Regulator gegen ^ schiebt, undumgekehrt, indem mit dem Regulator zugleich sich ein Stück o bewegt, das aufseinen äußerstem Ende zwei Stiftchen trägt, zwischen denen die Spirale läuft. Je kür-zer aber die Spirale, desto kräftiger schwingt sie, und umgekehrt. Da nun dieSpirale in ü befestigt ist, so wird sie oder eigentlich ihr thätiger Theil offenbarkürzer, wenn der Regulator gegen und somit die Stiftchen in e vorwärtsgeschoben werden, und umgekehrt - o ist die messingene Unruhe.
Bei englischen Uhren findet man statt der Buchstaben ^ und R dieWorte b'ast und 8>ow.
Manche Uhren haben auf ihrer Rückseite zwei Schlüssellöcher, das einezum Aufziehe», das andere zum Stellen der Zeiger. Das erste ist häufig voneinem Pfeile oder einem Rosse umgeben, in dessen Richtung man auszuziehenhat, das zweite befindet sich im Mittelpunkte. Das Ahrglas solcher Uhrensollte nie geöffnet werden, als von Uhrmachern.
Taschenuhren gehen gewöhnlich 3u Stunden, um einigen Spielraum überdie gewöhnliche Zeit des Aufziehens zuzulassen. Uhren überhaupt sollen nahe zurselben Zeit und am besten Morgens aufgezogen werden, weil der Tag weit re-gelmäßiger und gleichförmiger begonnen wird, als man ihn fortseht und endigt.Hat man die Uhr aufzuziehen versäumt, so wird sie etwa (, Stunden nach dergewöhnlichen Aufziehzeit stehen bleiben, ein sicheres Zeichen der Unaufmerksam-keit des Eigenthümers.
Die oben schon empfohlene Vorsicht, beim Aufziehen jede drehende Be-wegung der Uhr zu vermeiden, und nur die Schlüssel zu drehen, sollte bei jeder