Druckschrift 
3 (1795)
Entstehung
Seite
362
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XVIII. Bisher habe ick» von bequemerund vortheilhafter Anlegung der Wege so vielgesagt, als sich ohne umsländlichere Kenntnißder Analvsis thun ließe Natürlich müßen esvun die Umstände ergeben, welche Vorschrif-ten sich in jedem Fatle anwenden laßen, undwie weit sich ihr Gebrauch erstrecke. «" Mansiehet wSl, daß es die Beschaffenheit desBod s wcht immer erlaubt, Wege nach demGesetze der kürzesten Lange, oder der klein-sten Summe zu führen. Ost würden dieseW>gc auf mancherley Arten gegen die Spar-samkeit verflossen bisweilen muß man Um-wege machen , einen guten und festen Bodenzu erhalten bisweilen findet man in einerGegend Materialien zum Wegbau im Ueber-stusse, in einer andern fehlen sie, oder müssenmit beträchtlichen Kosten weit hergeschafft wer-den , da man denn oft lieber einen Umwegmacht, und die Straffe durch solche Gegendenführt, wo Materialien genug vorhanden sind.Will man solcher ökonomischen Betrachtungenbeym Wegbau mehrere anstellen, und daswird doch wohl nöthig seyn, so ist es in derThat nicht leicht zu sagen, ob man durch dasgeometrische Gesetz des kürzesten Weges alle-mal Kosten erspare, oder nicht. Wo in-dessen die Anwendung davon statt findet, daist es Pflicht, sie zu machen, und so wirdman doch oft durch die Geometrie entscheiden,ob sich Wege abkürzen lassen. Kan es auch

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