Druckschrift 
3 (1795)
Entstehung
Seite
90
Einzelbild herunterladen
 

90

Als gelbe Farbe empfiehlt sieb Verzug,lieh G uMrnigutti, wie auch gebranntesSchüttgelb, woraus fich eine schöne gelbeTusche verfertigen lasset.

Grüne Farben sind theils aus Vermi-schungen , z. E- aus Gummigutri und Ber,linerblau , recht sii ön und nach verschiedenenSchatlirungen zu erhalten, je nachdem manmehr Gelb oder Blau darunter mischet, theilssind sie auch an sich vorhanden. DasSaftgrün ist von vorzüglicher Gute in Nürn,berg zu bekommen. Doch schießt es inder Folge etwas, und wird gelblicht, hatauch die Unbequemlichkeit, daß man keine an,dcre Farbe darneben legen darf. GrößerePlatze darf man nicht damit illuminiren;Etwa Grasbüschelchen auf Wiesen u. dgl. kanman damit anlegen.

Brauchbarer ist das destillirte Grünspan,welches man in den Apothccken auch als grüneDinte bekommen kan. » Es verschießt zwarnicht, frißt aber leicht das Papier durch,wenn es nicht mit einer zureichenden MengeWassers geschwächt wird. Mit etwas Saft-grün vermengt, giebt es eine vortrefliche undHaltbare grüne Farbe.

Braune Farben erhalt man nach un-terschiedenen Schattirungen, aus der Vermi-schung