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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
162
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162 Buch der Lieder,

Fort, ihr Bilder schönrcr Tage,Weicht zurück iu eure Nacht!

Weckt nicht mehr die eitle KlageUm die Zeit, die uuS oersagt!

In denLiedern".

i.

Die du bist so schön und rciu,Wuuncvolles Magedein,

Deiucin Dienste ganz alleinMvcht' ich wohl mein Leben weihn.

Deine süßen ÄugeleinGlänzen mild wie Mondesschein;Helle Rosenlichter strcnnDeine roten Wängclein,

Nnd ans deinem Mündchen kleinBlinkt's hervor wie Pcrlenrcihn;Doch den schönsten EdelsteinHegt dein stiller Busenschrein.

Fromme Minne mag es sein,Was mir drang ins Herz hinein,AlS ich weiland schaute dein,Wnnnevolles Magedein!

2.

Einsam klag' ich meine LeidenIm vertranken Schoß der Nacht;Frohe Menschen muß ich meiden,Fliehen scheu, wo Freude lacht.

Einsam fließen meine Thränen,Fließen immer, fließen still;

Doch des Herzens brennend SehnenKeine Thräne löschen will.

Einst, ein lachend mnntrer Knabe,Spielt' ich manches schöne Spiel,Freute mich der LcbcnSgabe,

Wußte nie von Schmerzgefühl.