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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
163
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Anhang älterer Gedichte.

Denn die Welt war nur ein Garten,Wo viel bnnte Blumen blühn,

Wo mein Tagwerk Blumen warten,Rosen, Veilchen und Jasmin.

Träumend süß auf grüner AueSah ich Bächlein fließen mild;

Wenn ich jetzt in Bächlein schaue,

Zeigt sich mir ein bleiches Bild.

Bin ein bleicher Mann geworden,

Seit mein Auge sie gesehn;

Heimlich weh ist mir geworden,Wundersam ist mir geschehn.

Tief im Herzen hegt' ich langeEnglein stiller Friedensrnh;

Diese flohen zitternd, bange,

Ihrer Sternenheimat zu.

Schwarze Nacht mein Aug' nmdnstert,Schatten drohen feindlich grimm;Und im Busen heimlich flüstertEine eigen fremde Stimm'.

Fremde Schmerzen, fremde LeidenSteigen ans mit wilder Wut,

Und in meinen EingeweidenZehret eine fremde Glut.

Aber daß in meinem HerzenFlammen wühlen sonder Ruh,

Daß ich sterbe hin vor SchmerzenMinne, sieh! Das thatest du!

3.

Jedweder Geselle, sein Mädel am Arm,Durchwandelt die Lindenreihn;

Ich aber, ich wandle, daß Gott erbarmt'!

Ganz mutterseel-allein.

Mein Herz wird beengt, mein Auge wird trüb,Wenn ein andrer mit Liebchen sich freut.

Denn ich habe auch ein süßes Lieb,

Doch wohnt sie gar ferne und weit.

So manches Jahr getragen ich Hab',

Ich trage nicht länger die Pein,

Ich schnüre mein Bündlein und greise den Stab,Und wandr' in die Welt hinein.

11*