Die Nordsee,
Der schöne», mitleidigen Wassersrann,
Vor allem vernehmbar die liebliche StimmeDer silberfüßigen PeleuS-Gattin,
Und sie seufzen und singen:
„O Thor, du Thor, du prahlender Thor!Du kummergeqnälter!
Dahingemordet sind all deine Hoffnungen,Die tändelnden Kinder des Herzens,
Und, ach! dein Herz, Nioben gleich,
Versteinert vor Gram!
In deinem Haupte wird's Nacht,lind es zucken hindurch die Blitze des Wahnsinns,Und du prahlst vor Schmerzen!
O Thor, du Thor, du prahlender Thor!Halsstarrig bist du wie dein Ahnherr,
Der tzohe Titane, der himmlisches FeuerDen Göttern stahl und den Menschen gab,Und Geiergcgnälct, felsengefesselt,
Olpmpanf trotzte und trotzte und stöhnte,
Daß wir eS hörten im tiefen Meer,
Und zu ihm kamen mit Trostgcsang,
O Thor, du Thor, du prahlender Thor!
Du aber bist ohnmächtiger noch,
Und es wäre vernünftig, du ehrtest die Götter,lind trügest geduldig die Last des Elends,Und trügest geduldig so lange, so lange,Bis Atlas selbst die Geduld verliert,
Und die schlvere Welt vvn den Schultern abwirftIn die ewige Nacht,"
So scholl der Gesang der Okcaniden,Der schönen, mitleidigen Wasserfraun,
Bis lautere Wogen ihn überrauschten —
Hinter die Wolken zog sich der Mond,
Es gähnte die Nacht,
Und ich saß noch lange im Dunkeln und weinte.
6.
Die Götter Griechenlands.
Vollblühender Mond! In deinem Licht,Wie fließendes Gold, erglänzt das Meer;Wie TageSklarhcit, doch dämmrig verzaubert.Liegt's über der Ivetten StrandeSfläche;